Zum Artikel „Russisches Haus: Als die Nachricht einschlägt, beginnt das große Tuscheln“ vom 2. September
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Ob die Schließung des Russischen Hauses in der Friedrichstraße wirklich „feindliche russische Aktivitäten“ in Berlin unterbindet oder einschränkt, darf stark bezweifelt werden angesichts einer (auch räumlich) mächtigen Russischen Botschaft Unter den Linden um die Ecke. Aber angesichts anhaltender russischer Raketenangriffe Tag und Nacht auf Wohnhäuser, Einkaufszentren, Krankenhäuser und Schulen in der Ukraine wie zuletzt in Kiew mit 12 Todesopfern und zahlreichen Verletzten, darunter auch Kinder, ist die Schließung eines russischen Propagandazentrums im Herzen von Berlin eine Frage der „politischen Hygiene“. Es wäre geradezu obszön, dieses Haus als „deutsch-sowjetisches Kulturzentrum“ unter diesen Umständen, die Putin mit einem Federstrich beenden kann, seine Wühlarbeit fortsetzen zu lassen.
Wilfried Mommert, per E-Mail
Das Russische Haus leistet seit vielen Jahren einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Austausch und zur Bildung. Die russische Kultur – von der Literatur eines Puschkin und Dostojewski über die Musik von Tschaikowski bis hin zur bildenden Kunst von Kandinsky und Chagall – hat die europäische Identität tief bereichert. Ein Wegfall dieser Begegnungsstätte würde vor allem die vielen Kinder, Familien und deutschen Partnerschaftsvereine treffen, die das Haus als Ort des friedlichen Miteinanders und des Dialogs nutzen. Gerade in herausfordernden Zeiten ist der Erhalt von Brücken zwischen den Menschen beider Länder von unschätzbarem Wert.
Ich hoffe sehr, dass im Sinne einer humanen und auf Verständigung ausgerichteten Politik ein gemeinsamer Weg gefunden werden kann, um den Dialog und die kulturelle Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten, statt sie einzuschränken.
Günter Guttsche, per E-Mail
Ein Ort der Kultur und des Austauschs wird geschlossen, ohne wirklich stichhaltige Beweise. Das hat mit einem Rechtsstaat wirklich alles nichts mehr zu tun. Der Zweite Weltkrieg hat übrigens genauso angefangen.
Sybille Hurdelbrink, per Facebook
Der Russe versteht nur die Sprache der Stärke. Alles andere wird als Schwäche verstanden.
Dexter Jablko, per Facebook
Zum Artikel „Torsten Sträter über Krankheit: ,Habe sofort aufgehört, Süßes zu essen‘“ vom 26. August
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Nicht nur für seinen ausgesprochen scharfsinnigen Humor kann man diesen Mann bewundern, sondern auch, wie er sich aktuell wieder aufrappelt und weitermacht. Ihm gebührt höchster Respekt und aufrichtiger Dank dafür, das Thema Depression mit Kurt Krömer aus der Tabuzone herausgeholt zu haben und darüber offen zu sprechen; damit gibt er auch anderen Betroffenen die so notwendige Sichtbarkeit und den tragenden Rückenwind. Aber auch eine Krebsdiagnose und überdies eine Diabeteserkrankung, welche nicht selten den kompletten Umschwung der Lebensumstände bedeuten, brechen ihn nicht, er macht einfach weiter. Daher: Happy Birthday, Torsten Sträter, vielen Dank, weiter so und bitte niemals unterkriegen lassen.
C. Meyer-Roick, per E-Mail
Zum Artikel „Dörpfeldstraße in Adlershof macht Probleme: Woran der Umbau noch immer hakt“ vom 31. August
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Das Foto zeigt es gnadenlos: Die Straße ist eng. Wer hier zwei Gleise für die Straßenbahn und gleichzeitig eine Verbreiterung der Gehwege plant, lügt sich in die Tasche. Übrigens: Die Straßenbahn fährt mit Rädern aus Stahl auf Schienen aus Stahl, sie poltert bis in die angrenzenden Wohnungen hinein. Elektrobusse auf Gummireifen brauchen keinen eigenen Fahrweg und sind fast geräuschlos. Da wirkt die Straßenbahn wie ein teures Relikt aus der Vorzeit – oder ist sie nur Vertreterin einer Ideologie? Der Ersatz durch Busse würde breitere Gehwege mit Nischen für den Lieferverkehr gestatten – und würde das Problem der Feuerwehr mit den Oberleitungen gänzlich beseitigen. Das wäre eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und die Chance für störungsfreien Betrieb, wie die BVG es verspricht – und sich damit selbst täuscht.
Friedrich F. Zuther, per E-Mail
Zum Artikel „Neue Umfrage zur Berlin-Wahl überrascht: CDU vorn – SPD erreicht neuen Tiefstwert“ vom 2. September
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Ich bin etwas ratlos, wieso gut 20 % der Berliner die Linkspartei wählen wollen. Fallen sie auf Frau Eralp herein, die das Blaue vom Himmel verspricht, ohne es umsetzen zu können, weil der Senat für vieles keine Gesetzgebungskompetenz hat?
Glaubt wirklich jemand, dass durch eine Luxusvillensteuer die Preise für den ÖPNV und Bäder sinken? Die Mieten sinken durch Vergesellschaftung auch nicht. Wieso wird der offenkundige Antisemitismus von vielen ausgeblendet? Der Verfassungsschutz soll aufgelöst werden, weil er wahrscheinlich zu Recht die Linkspartei observiert. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Grund für die Unterstützung der Linkspartei ein massives Bildungsproblem ist. Wenn die Jungwähler den Hauch einer Ahnung hätten, was in der DDR ablief und wie Ostberlin 1989 aussah, würden sie diese Partei nicht wählen.
Robin Krusche, per E-Mail
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