Die Sicherheitsvorkehrungen am Berliner Abgeordnetenhaus wurden drei Wochen vor der Berlin-Wahl 2026 massiv verstärkt. Hintergrund ist ein Vorfall, der sich laut „BZ“ bereits Anfang Juli ereignet haben soll.

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Kurz vor der Sommerpause soll es einem Mann gelungen sein, in den Plenarsaal einzudringen und die Sitzung zu stören. Der Mann, mutmaßlich ein in Spandau lebender Flüchtling, war problemlos an den hauseigenen Wachen vorbeigekommen.

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Erst den Bodyguards von Innensenatorin Iris Spranger (SPD), die im Foyer des Plenarsaals gewartet hatten, sei es möglich gewesen, den Eindringling zu überwältigen. Die Zivilbeamten hatten sich zu dritt auf den Mann geworfen, ihn zu Boden gezwungen und ihm Handschellen angelegt. Er wurde der Polizei übergeben.

Der Mann soll ein Messer im Gepäck gehabt haben

Als Motiv soll der Mann einem Beamten gegenüber gesagt haben: „Ich bin sauer auf die Regierung.“ Laut einer Polizeisprecherin werde nun „wegen des Verdachts der Störung der Tätigkeit eines Gesetzgebungsorgans (§106b StGB) ermittelt und wegen Körperverletzung. Außerdem wurde dem Mann ein Platzverweis erteilt.“

Der Mann war mit einem Besucherausweis auf die Besuchertribüne des Plenarsaals gelangt. Dort hatte er sich bereits auffällig verhalten, fiel durch wildes Gestikulieren und lautes Reden auf. Zudem soll im Koffer des Mannes an der Garderobe ein Messer entdeckt worden sein. Die Ermittlungen des Staatsschutzes laufen. Laut der Polizei habe der Mann keine Waffe mit sich geführt, also bei seinem Eindringen in den Plenarsaal nicht am Körper getragen.

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Wie der Mann trotz des Messers ins Gebäude gekommen ist, muss nun geklärt werden. Im Eingangsbereich gelten ähnlich wie an Flughäfen strikte Sicherheitsbedingungen. Jede Tasche wird durchleuchtet. Laptops und Handys müssen in einen separaten Kasten gelegt werden. Personen müssen durch einen Metalldetektor gehen.