Die AfD fordert eine konsequente Durchsetzung der sogenannten Sprachstandsfeststellung für Kinder ab dem vierten Lebensjahr sowie eine daran anschließende Pflicht zur Sprachförderung. Dies machte Fraktionschefin Kristin Brinker bei der Vorstellung eines Programms mit dem Namen „Für bessere Schule in Berlin“ deutlich. Kinder in Berlin müssen nach Einschätzung der AfD besser Deutsch sprechen und schreiben können.

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„Solange Schüler nicht als gemeinsame Grundlage von Anfang an die deutsche Sprache haben, kann es auch mit einer vernünftigen gemeinsamen Bildung nicht wirklich gut funktionieren“, sagte Brinker. Angesetzt werden müsse bereits im Kita-Alter. „Denn wenn Kinder eingeschult werden und nicht halbwegs Deutsch sprechen können, dann kann der ganze Klassenverband einfach keinen Unterricht machen“, fügte AfD-Bildungspolitiker Tommy Tabor hinzu.

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Wer an der Sprachförderung nicht teilnehme, solle mit einem Bußgeld bestraft werden, so die AfD. Die Familienkasse, die Kindergeld auszahlt, und das Jugendamt müssten dann mit Blick auf mögliche Sanktionen informiert werden. Laut AfD sollte es auch mehr Vorschulklassen geben. Eine Kita-Pflicht lehnt die AfD ab.

Diktatpflicht an Grundschulen?

Grundschulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit einer ausländischen Muttersprache sollen laut AfD „Deutsch-Garantie-Klassen“ einrichten. Diese Klassen würden Kindern mit hoher Sprachkompetenz vorbehalten sein. Diese würden in ihren Lernerfolgen behindert, wenn in ihrer Klasse zu viele mit schlechten Deutsch-Kenntnissen seien.

Beim Erlernen der deutschen Rechtschreibung soll auf die Methode „Schreiben nach Gehör“ verzichtet werden, fordert die Partei. Besser ist laut Tabor die „Fibelmethode“. Zudem will die AfD wieder eine Diktatpflicht einführen und Gendersprache untersagen. 

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Berliner Schüler schneiden bei bundesweiten Vergleichstests bei Kernkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Mathematik regelmäßig schlecht ab. Vielen Schülern fehlten altersgerechte Deutsch-Kenntnisse, so die AfD. „Es ist so, dass berlinweit 41,4 Prozent der Schüler eine nicht deutsche Herkunftssprache haben“, sagte Brinker.

An den Grundschulen und Gemeinschaftsschulen sei der Anteil mit um die 45 Prozent noch etwas höher. Nach Meinung der AfD sollte Deutsch als verbindliche Schulsprache im Schulgesetz verankert und dies dann auch konsequent durchgesetzt werden.

dpa