In Berlin sind seit Anfang 2025 mehrere Hundert Obdachlosencamps und ähnliche Lager geräumt worden. Im Bezirk Mitte etwa waren es rund 190 Camps, in Tempelhof-Schöneberg 110, in Friedrichshain-Kreuzberg 54 und in Pankow 14, wie aus einer Antwort der Sozialverwaltung auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Abgeordneten Kristin Brinker an das Abgeordnetenhaus hervorgeht.

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In Marzahn-Hellersdorf wurden demnach zwei Zeltlager insgesamt dreimal geräumt, Steglitz-Zehlendorf berichtet von einer Räumung. Eine einheitliche Erfassung gibt es nicht, weshalb einige Bezirke keine Zahlen nennen. Die Antwort wurde am 4. Juni veröffentlicht.
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Zum Teil bleiben die Zelte nur für einige Zeit stehen, an manchen Orten aber haben sich dauerhafte Camps entwickelt. Ein Beispiel ist die Lewishamstraße in Charlottenburg, wo den Angaben nach zum Teil bis zu 15 Menschen schlafen.
Ordnungsämter erhalten häufig Beschwerden
Nach welchen Kriterien wird ein Camp geräumt? Zunächst werde den Menschen Unterstützung angeboten und gegebenenfalls versucht, eine Unterkunft zu vermitteln, berichten viele Bezirke. Tempelhof-Schöneberg nennt das als Voraussetzung für eine mögliche Räumung.
Häufig wird dann im Einzelfall entschieden, ob das Camp geräumt oder geduldet wird, wie aus den Antworten hervorgeht. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, ob es in der Nähe sensible Orte wie etwa einen Spielplatz, Probleme mit Müll oder Beschwerden von Anwohnern gibt.
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Immer wieder gehen bei den Bezirken Beschwerden ein. Über die Website sowie die App des Ordnungsamtes seien 2025 rund 3280 Meldungen in der Kategorie „Grünanlagen/Park – Campieren/Zelten“ eingegangen, hieß es. Dieses Jahr seien es bis Ende April bislang rund 780 gewesen.
dpa






