Die Wahlkämpfer in Berlin konnten das Wasser mal wieder nicht halten: Eigentlich sollten die Plakate mit den Sprüchen und Kandidaten der Parteien erst ab Sonntag, 12 Uhr, aufgehängt werden. Doch im Wettstreit um die besten Plätze an Laternen und an Kreuzungen waren Dutzende Wahlkampfhelfer schon in der Nacht unterwegs, um garantiert die Ersten zu sein. Schummeln, um in die Pole-Position zu kommen.

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Eigentlich kostet das Zu-frühe-Plakatieren ein Bußgeld. Aber welches Ordnungsamt schickt seine Mitarbeiter deswegen an einem Sonnabend auf nächtliche Streife? Man muss die Politiker ja beim Kleben erwischen. Grundsätzlich ist es da einfacher, gegen Falschparker vorzugehen. Zumindest Tempelhof-Schöneberg hatte Kontrollen angekündigt.

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Zu-frühes-Plakatieren in Berlin: Illegale Absprachen in Neukölln

Meine Kollegin Hannah Köllen hat sogar einige Wahlkampfhelfer am Samstagabend erwischt und sie zur Rede gestellt. Dabei kam heraus, dass es wohl zumindest in Neukölln Absprachen gab, dass alle am Abend vorher ab 20 Uhr beginnen wollten. Absprachen gegen das Klebe-Verbot – das ist mehr als peinlich. Dann hielten sich einige noch nicht einmal an diese illegalen Absprachen. Das ist wahrlich kein guter Auftakt für den Straßenwahlkampf.

Um im Bild zu bleiben: Man muss das Zu-früh-Kleben auch nicht zu hoch aufhängen. Aber Politiker sollten schon ein Vorbild sein. Auch Wahlkämpfer sollten sich an Regeln halten. Wenn der Landeswahlleiter 12 Uhr sagt, heißt das 12 Uhr.