Vier Jahre nach dem Start der Berliner Wohnungsbau-Kommission zieht der Senat eine positive Bilanz. Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) und von Bausenator Christian Gaebler (SPD) konnten durch ihre Arbeit 19.700 Wohnungen auf den Weg gebracht werden, deren Bau zuvor ins Stocken geraten war. Zu den größten Vorhaben zählt die Alte Schäferei in Französisch Buchholz mit rund 2.500 Wohnungen.

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Aufgabe der Kommission ist es, die Rahmenbedingungen für den Neubau in Berlin zu verbessern, zentrale Wohnungsbauvorhaben zu beschleunigen und bei Hindernissen Lösungen zu vereinbaren. Konflikte und Probleme ergaben sich bei den Projekten, die sich die Kommission anschaute, unter anderem durch den Natur- und Artenschutz, Debatten über Schulbauten und Infrastruktur oder eine angepeilte Mischnutzung für Wohnen und Gewerbe.

Senatspressekonferenz Berlin
Christian Gaebler (SPD), Berliner Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, zieht eine positive Bilanz beim Wohnungsbau in der Hauptstadt.© Sebastian Gollnow/dpa | Sebastian Gollnow

„Berlin deutlich über dem Durchschnitt anderer Bundesländer“

„Neue Wohnungen entstehen nur, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und Lösungen suchen“, sagte Wegner. „Der Senat hat den Wohnungsbau in Berlin deutlich beschleunigt.“ Als Instrumente dazu nannte er auch die Bauordnung, das „Schneller-Bauen-Gesetz“ und das „Einfacher-Bauen-Gesetz“.

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Beide Politiker wiesen darauf hin, dass der Senat für den Zeitraum von 2022 bis Ende 2026 mit bis zu 80.000 neu gebauten Wohnungen rechne. Das bedeute Wohnraum für mehr als 160.000 Menschen – was etwa der Einwohnerzahl einer Stadt wie Heidelberg entspreche. „Damit liegt Berlin deutlich über dem Durchschnitt anderer Bundesländer“, betonte Gaebler. Das von der schwarz-roten Regierungskoalition propagierte Ziel von 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde bisher indes noch nie erreicht.

dpa