Seit Freitagnachmittag kommt es in Teilen Brandenburgs und Berlins zu starken Gewittern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat offiziell eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter für die Region in den Abendstunden herausgegeben.

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Demnach ziehen von Südwesten örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 km/h sowie Starkregen mit hohen Niederschlagsmengen und Hagel.
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Unwetterwarnung in Potsdam-Mittelmark: DWD warnt vor extremen Gewitter
Zuvor hatte der DWD bereits eine Unwetterwarnung für den Landkreis Potsdam-Mittelmark herausgegeben. „Es besteht die Gefahr des Auftretens von extremen Gewitter“, hieß es. Möglich seien Blitzschläge, umstürzende Bäume und Hochspannungsleitungen, abgedeckte Dächer, massive Schäden an Gebäuden, die Überflutung von Straßen und Kellern und Erdrutsche.
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Im schlimmsten Fall bis zu 60 Liter Regen
Meistens um die 30 Liter und teils auch über 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde könne es regnen. Lokal könne es mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter sogar „extrem heftigen Starkregen“ geben, sagte der DWD-Sprecher. Dies sei aber der „worst case“, also der schlimmste Fall, der nur sehr vereinzelt auftrete.
Die schweren Sturmböen könnten Geschwindigkeiten von 80 bis 100 Kilometer pro Stunde erreichen, teils könne es sogar orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde geben. Die stärksten Böen sollen voraussichtlich am späten Nachmittag und Abend im Süden Brandenburgs auftreten, sagte der Sprecher.
Wenn der Wind mit Stärke 10 auf belaubte Bäume treffe, gebe es ein höheres Risiko, dass Äste abbrechen, sagte der DWD-Sprecher. Durch die Blätter böten die Bäume mehr Angriffsfläche, außerdem sei es mit anhaltend hohen Temperaturen ohne wiederholte, breitflächige Niederschläge zuletzt tendenziell trocken gewesen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) warnte vor herunterfallenden Ästen in den Parks.
Vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume
Ein Sprecher der Feuerwehr-Leitstelle in Cottbus sagte, es habe bis zum Abend 13 Einsätze gegeben – teils wegen abgebrochener Baumkronen und wegen eines umgestürzten Baumes auf einer Straße. Die Leitstelle ist für die Stadt Cottbus und die Kreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster zuständig.
In der Stadt Brandenburg an der Havel und den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming zählte die Leitstelle nach Angaben eines Sprechers bisher zwei vollgelaufene Keller und zwei umgestürzte Bäume. Auch in der Stadt Frankfurt (Oder) und den Kreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland kam es bisher nicht zu größeren Vorfällen.
Wetter in Berlin und Brandenburg: Wechselhaftes Wochenende
In der Nacht zu Samstag kann es noch kräftige Schauer und Gewitter geben, die nach Osten abziehen. Es kühlt nachts auf 16 bis 18 Grad ab.
Am Wochenende beruhige sich das Wetter etwas, sagte der Sprecher. Der Samstag sei mit 23 bis 26 Grad ein Übergangstag mit böigem Wind, bevor am Sonntag der Wetterwechsel spürbar sei. Die Höchsttemperaturen liegen am Sonntag bei 20 bis 22 Grad. Auch die kommende Woche werde wechselhaft und deutlich kühler. Es gebe voraussichtlich auch mal Schauer und Gewitter.
pau/dpa





