Zum Artikel „Berlin-Neukölln: Streit in Vivantes Klinikum endet tödlich – Personal geschockt“ vom 6. Juli
Berlin-Neukölln: Streit in Vivantes Klinikum endet tödlich – Personal geschockt
Warum wird ein Mensch mit Psychose-Diagnose nicht in ein Einzelzimmer verlegt oder zumindest engmaschiger kontrolliert? Die Antwort kennen wir alle: Pflegenotstand. Solange das strukturelle Problem nicht angegangen wird, werden solche Vorfälle nicht die letzten sein.
Ihianga Puputuu, per Facebook
Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass auf psychiatrischen Stationen gefährliche Gegenstände wie Rasierer und Scheren mitgebracht werden dürfen und die ganze Zeit im Besitz der Patienten verbleiben. Ich kann nicht für alle Berliner Krankenhäuser sprechen, aber in drei Häusern war das auf psychiatrischen Stationen der Fall. Das ist ein Sicherheitsrisiko, das seit Jahren bekannt ist und das die Verantwortlichen offenbar nicht ernst genug nehmen. Ich hoffe, dass die Krankenhäuser spätestens jetzt ihre Regeln überdenken. Mein Beileid gilt der Familie des Verstorbenen.
Anna Sae, per Facebook
Zum Artikel „Trump: Kumpanei mit korrupter Note – wie er seinen Top-Stürmer Balogun zurück ins Spiel brachte“ vom 6. Juli
Trump: Kumpanei mit korrupter Note – wie er seinen Top-Stürmer Balogun zurück ins Spiel brachte
Man kann, ja man muss diesen Vorgang kritisch begleiten. Aber alle Journalisten, die einen „unglaublichen Tabubruch“ beklagen, haben die Rede von Scholz zur Zeitenwende nicht verstanden. Die regelbasierte Ordnung gilt nicht mehr – in allen Bereichen. Was zählt, ist allein Macht. Und die übt Trump ungeniert aus.
Die einzige Antwort darauf ist, selbst Macht auszuüben und diese zur Durchsetzung der regelbasierten Ordnung einzusetzen. Wer keine Macht hat, hat das Nachsehen – so wie die Uefa. Die belgische Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben: Die USA wurden zerlegt und scheiden im Achtelfinale aus. Genau das war erforderlich. Und die Uefa muss sich weltweit Verbündete suchen, um Infantino zu stoppen.

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In der Politik gilt dasselbe. Die Uno als Hüterin einer regelbasierten Ordnung fällt seit Jahren aus. Warum haben sich nur Großbritannien und Frankreich mit dem Oman zusammengetan, um die Straße von Hormus zu öffnen? Alle EU-Staaten müssten sich daran beteiligen. Die Zeitenwende ist noch nicht bei allen Politikern angekommen.
Horst Ahlers, per Mail
Der Präsident der größten Militärmacht der Welt mischt sich wegen einer Roten Karte, deren Bedeutung er bis dahin nicht kannte, in ein Fußballturnier ein, empfängt einen Kriegsverbrecher auf dem roten Teppich und will ein Land in Grund und Boden bombardieren, dessen strategisch bedeutende Meerenge er offensichtlich nicht kannte. Quo vadis, USA, nach 250 Jahren?
Wer heute über Amerika spricht, sollte dem Credo des legendären Berliner Theaterkritikers Friedrich Luft folgen: „Nur wer liebt, darf kritisieren.“ Also muss man auch an das Land erinnern, das uns Deutschen nach einem verlorenen Krieg politisch und kulturell die Welt geöffnet hat – und dennoch Exilanten wie Thomas Mann und Bertolt Brecht nach 1945 aus dem Land trieb.
Ob wir es gerne hören oder nicht: Beide Großmächte, die eine, die wir überfallen haben, die andere, die uns befreit hat, haben in ihren negativen Eigenschaften mehr gemein, als uns lieb sein kann. Und ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen liebäugelt mit den despotischen Zügen beider – geschichtsvergessen, wie wir sind.
Wie es bei Brecht im „Aufhaltsamen Aufstieg des Arturo Ui“ heißt: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“
Wilfried Mommert, per Mail
Zum Artikel „Haubentaucher im Tegeler See in Berlin: Angelverbot mit überraschender Begründung abgelehnt“ vom 1. Juli
Haubentaucher im Tegeler See in Berlin: Angelverbot mit überraschender Begründung abgelehnt
Es ist nicht zu fassen. Alle reden von Bürokratieabbau und natürlich auch vom Schutz der Natur – und dann verhakeln sich Interessengruppen und Behörden darin, ob und wer welche Schilder aufhängen darf. Wenn Angler und Stehpaddler die gefährdeten Bereiche nicht von selbst meiden, muss hier meinetwegen auch „par ordre du mufti“ die Wasserschutzbehörde oder die Bezirksbürgermeisterin schnellstens ein befristetes Angel-, Paddel- und Badeverbot aussprechen und die entsprechenden Schilder anbringen.
Vielleicht wäre es gut, wenn bei den nächsten Wahlen auch mal ein Blitz ins Bezirksamt einschlägt und frischen Wind ins Rathaus Reinickendorf bringt. Für die Haubentaucher sind die Messen da aber schon gelesen.
Dietmar Astfalk, per Mail




