Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:

• Es tagt der Berliner Senat. Anschließend berichtet Innensenatorin Iris Spranger (SPD) über die Vorbereitung der Abgeordnetenhauswahl am 20. September. Auch Landeswahlleiter Stephan Bröchler wird dabei sein.

• Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) eröffnet die Klimawerkstatt. Geplant ist ein zentraler Bildungs- und Innovationsort für das Berliner Handwerk, an dem Aus- und Weiterbildung, Innovationsförderung und Qualifizierungsangebote gebündelt werden, um die Berliner Klimaziele zu beschleunigen.

• Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Meike Kamp stellt den Jahresbericht 2025 vor.

Nachrichten aus Berlin

Dann, vorneweg, ein Thema in eigener Sache: Trotz schwächelnder Konjunktur wird in Berlin immer noch investiert, eingestellt und expandiert. Unser Ranking der 200 größten Arbeitgeber zeigt, welche Unternehmen wachsen, welche Branchen der Krise trotzen – und wo neue Chancen entstehen. Jetzt exklusiv als PDF zum Herunterladen.

Als erstes Bundesland hat Berlin eine umfassende Studie zum Thema „Gewalt an Schulen“ veranlasst. Das sogenannte „Konflikt- und Gewaltbarometer“ sollte nicht nur das Ausmaß des Problems untersuchen, sondern vor allem, warum Konflikte entstehen. Der Senat will herausfinden, wie die Schulen möglichst gut unterstützt werden können, damit Konflikte nachhaltig beseitigt werden können.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeitenden bewerten Gewalt und Konflikte an der eigenen Schule als großes oder sehr großes Problem. Zwei Drittel berichten von einer Zunahme der Gewalt seit der Corona-Pandemie. Vor allem an den Grundschulen gibt es deutlich mehr Konflikte als früher.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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Damit ist auch klar: Es sind vielschichtige Probleme. Es gibt nicht die eine Ursache. Deswegen ist es auch schwer, der Entwicklung zu begegnen. Es ist gut, dass sich Berlin des Themas annimmt. Der Umgang mit Konflikten braucht viel pädagogische Expertise, viel Zeit, viel Empathie aller Beteiligten.

Der Report zeigt die Dringlichkeit. Es geht nicht um einzelne Problemschulen, sondern um alle Schulen. Es braucht nicht nur Pädagogen und Konzepte. Es braucht auch die Eltern, die ihre Kinder bei den diversen Herausforderungen unterstützen. Konflikte an der Schule entstehen auch, weil es Probleme in Familien gibt, die sich auf das Verhalten von Kindern übertragen. Oder Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern bei Konflikten in der Schule zu helfen.

Die Schule ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Deswegen spiegelt das „Konflikt- und Gewaltbarometer“ auch eine gesellschaftliche Problemlage wider. Wo Eltern ihren Kindern nicht den Rücken stärken können, fehlt es auch den Kindern an Möglichkeiten, ihre Konflikte erfolgreich zu lösen.

Vor einem Laden im Wedding unweit der Seestraße ist in der Nacht zu Montag vermutlich eine Handgranate explodiert. Wer jetzt denkt, der Wedding ist ja weit weg, der irrt. Die Gewerkschaft der Polizei spricht von einer „Kampfansage“. Unser Reporter Julian Würzer hat die Details.

Auf der Stadtautobahn gibt es schon wieder eine neue Baustelle. Am Montag staute sich der Verkehr zwischen der Abfahrt Schmargendorf bis im Osten zur Gradestraße durchgehend, mal auf der einen, dann auf der anderen Seite. Warum das so ist, berichtet Jessica Pillatzki.

Die Zukunft des Geländes des SEZ in Friedrichshain ist ungewiss. Eine Initiative kämpft seit Langem dafür, dass historische Gebäude nicht abzureißen, sondern zu sanieren. Die nun von Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) vorgelegte Kostenschätzung macht diese Hoffnung allerdings zunichte.

Über Raser in Berlin haben wir oft berichtet. Gut ist das nicht, aber zumindest die Bußgeldstelle verzeichnet stattliche Einnahmen. Gäbe es mehr Blitzer und mehr Personal, könnte das noch wesentlich mehr sein, kritisieren die Grünen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Dienstag.

Ihr Peter Schink,
Chefredakteur

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