Eine 17-Jährige ist am Samstag in Alt-Treptow (Bezirk Treptow-Köpenick) mit einem E-Scooter über eine rote Ampel gefahren und hat einen Verkehrsunfall verursacht. Ein Autofahrer wich ihr offensichtlich aus und setzte seinen Wagen gegen einen Ampelmast. Der Schaden an Auto und Mast beläuft sich nach Angaben einer Sprecherin der Berliner Polizei auf eine sechsstellige Summe. Zuerst hatte die „BZ“ berichtet.

E-Scooter-Fahrerin rollt in Berlin bei Rot los – Mercedes kracht gegen Ampelmast

Die 17-Jährige hatte außerdem ihren 14 Jahre alten Bruder und damit „einen unerlaubten Sozius“ auf dem Scooter, so die Sprecherin weiter. Die dürfen eigentlich nur von einer Person gefahren werden. Sie seien gegen 20 Uhr von der Bouchéstraße kommend über die Puschkinallee gefahren. Der 42 Jahre alte Autofahrer war stadteinwärts unterwegs und hatte demnach grün. „Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich aus und stieß mit dem Mast zusammen.“

Allein der Wagen, ein Mercedes-Benz AMG EQS, kostet neu laut Hersteller fast 92.000 Euro. Zudem musste die Berliner Feuerwehr den Wagen bergen und dazu die Ampel abbauen, was mit weiteren hohen Kosten verbunden ist.

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Die 17-jährige E-Scooter-Fahrerin zog sich leichte Verletzungen zu, während ihr Bruder einen Schock erlitt. Der Mercedes-Fahrer trug bei dem Unfall keine Verletzungen davon. Die Ampel musste von der Feuerwehr mit einem Kran beseitigt werden. Während der Bergungsarbeiten war die Kreuzung vollständig gesperrt.

E-Scooter-Unfälle in Berlin stiegen 2025 um 27 Prozent

Die Berliner Polizei registrierte 2025 insgesamt 1378 Verkehrsunfälle, an denen ein E-Scooter beteiligt war. Das sind deutlich mehr als in den Jahren zuvor (2024: 1085, +27 Prozent). Zuletzt wurden 2024 drei E-Scooter-Fahrende im Berliner Straßenverkehr getötet. Als Hauptgrund galt 2025 die „verkehrswidrige Benutzung der Fahrbahn oder anderer Straßenteile“ (239).

rk/psi