Zum Artikel „Zukunft des Tempelhofer Felds wird in Berlin zum Wahlkampfthema“ vom 25. Mai

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Wer für die Bebauung ist, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein großer Teil der Wohnungen entlang der Autobahn und des Tempelhofer Damms gebaut wird und damit eine Aufteilung der Wohnungen für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geplant ist. Wollt ihr das?

Eva Michalski, per E-Mail

Das ist sicherlich eines der wichtigsten Themen für den kommenden Wahlkampf. Es muss auch mal hinterfragt werden, warum es zwölf Jahre nach dem Volksentscheid nicht möglich sein soll, diesen Beschluss in irgendeiner Form zu ändern. Über Regierungen wird bei Wahlen alle vier bis fünf Jahre abgestimmt. Warum soll dies hier auf ewig in Stein gemeißelt sein? Vielleicht sollte man darüber nachdenken, solche Beschlüsse mit einem Verfallsdatum zu versehen, und dann müsste darüber, wenn es noch relevant ist, neu abgestimmt werden. Besonders vor dem Hintergrund, dass damals die gesamte Abstimmung eine Momentaufnahme war, weil vor allem völlig irre Vorhaben in puncto einer Bibliothek im Vorfeld in die Diskussion kamen und nicht nur, dass wir Wohnraum in Berlin brauchen. Es ist ja in keinem Falle geplant, das gesamte Feld zu bebauen, sondern es ist eine Randbebauung in Richtung S-Bahn vorgesehen. Auch sollte man überlegen, die Freifläche in irgendeiner Form zu kultivieren und nach ökologischen Gesichtspunkten für die Stadt nutzbar machen. Also heißt es in den nächsten Monaten, die Wahlkampfprogramme der Parteien durchzulesen – und auch danach zum Thema Tempelhofer Feld seine Wahlentscheidung zu treffen.

Andreas Müller-Reichenwallner, per E-Mai

Eine solche Umfrage endet genauso, als wenn man fragen würde: Möchtet ihr 1000 Euro mehr im Monat verdienen oder nicht? Natürlich möchte man das. Das Tempelhofer Feld liegt mitten in der City. Das kann kein Feld zum Drachensteigen sein. Auf keinem freien Feld könnten mehr Wohnungen preiswerter gebaut werden als da. Ein Wettbewerb „Wer baut 25.000 Wohnungen am günstigsten?“ wäre eine interessante Lösung. Es sollte trotzdem noch genug Platz zum Drachensteigen bleiben.

Norbert Ehmke, per E-Mail 

Nachdem sich jetzt herausstellt, dass mit einer Randbebauung des Tempelhofer Felds zu rechnen ist, sollte darauf geachtet werden, dass die verbleibende Fläche auch auf Dauer in einer freizeitlichen Nutzung verbleibt. Ich befürchte, dass nach Erwerb der „Luxus-Wohnungen“ einige Eigentümer versuchen könnten, im Klagewege eine solche Nutzung zu verbieten bzw. einzuschränken, wie dies bereits in anderen Fällen geschehen ist. Ich meine, dass man dies verhindern sollte.

Werner Wesendrup, per E-Mail

Zum Artikel „Mehr als 1000 Bußgelder gegen Müllsünder in Berlin“ vom 25. Mai

Eine weggeworfene Zigarettenkippe kostet 250 Euro, da habe ich einen Tipp für das Ordnungsamt. Sie sollten mal an Schienenersatzverkehr-Haltestellen schauen, da erwischen sie an einem Tag mehr als tausend Kippenwegwerfer. Aktuell bei der U5 am Bahnhof Wuhletal. Auf dem Boden liegen Hunderte Kippen, begleitend dazu im Gebüsch weggeworfene Zigarettenschachteln, Tabakpäckchen, Kaffeebecher. Es sieht einfach eklig aus, schadet der Natur und dem Grundwasser. Vielleicht kann man einige Umweltsünder noch über das Portemonnaie erziehen?

Karola Albrecht, per E-Mail

Zum Artikel „Bericht: Warken will bei Pflegereform Kinderlose stärker belasten“ vom 26. Mai

Die Pflegeversicherung wurde 1995 mit einem Beitragssatz von einem Prozent ins Leben gerufen. Seitdem haben vielfältige politische Gedanken an ihr gearbeitet. Leider ist das Problem so komplex und ausgeartet, dass sich wohl alle Verantwortlichen auf Kesselflickerei und Wählerfang beschränkt hatten. Als privat versicherter Rentner zahle ich heute als Kinderloser 5,4 Prozent in die Pflegeversicherung, entgegen der Behauptung des PKV-Verbandes von unter 4,2 Prozent. Es ist immer gut und hilfreich, wenn Menschen etwas entscheiden, von dem sie finanziell gesehen nie betroffen sein können. Wie wäre es mit einer Abgabe auf Immobilienbesitz? Oder fünf Prozent pauschal auf Aufwandsentschädigungen?

Ernst Lottermann, per E-Mail

Zum Kommentar „Döner, Fischbrötchen und Co.: Bei diesen Preisen bleibt einem die Spucke weg“ vom 23. Mai

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Meine finanzielle Lage erlaubt es mir generell nicht, viel Geld für teure Lebensmittel auszugeben. Manchmal bedauere ich das. Beispielsweise bei Bioware, da diese nun mal nicht vom Fließband kommt und tatsächlich mehr kosten muss als konventionell angebautes, gespritztes Obst und Gemüse. Bei Fast Food, wie Döner, wird es sich anders verhalten. Den rapiden Preisanstieg hat mir bisher niemand wirklich erklären können. Er zählte generell öfter zu meinem allgemeinen Speiseplan. Das ist nicht mehr der Fall, seit er die Sechs-Euro-Marke geknackt hat. Sind das Fleisch und die weiteren Zutaten so viel besser geworden? Oder will der eine oder andere mit Gewalt reich werden? Wie auch immer: Er scheint sich ja weiterhin bestens zu verkaufen.

Ullrich Herzau, per E-Mail

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