Anlässlich des Tags der vermissten Kinder am 25. Mai ruft die Polizei Berlin den Fall von Sandra Wißmann in Erinnerung. Die damals Zwölfjährige verschwand am 28. November 2000.

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Damals hatte die Zwölfjährige am Nachmittag, einem Dienstag, gemeinsam mit ihrer Mutter die Wohnung der Eltern in der Böckhstraße 40 in Kreuzberg verlassen. Nach einem kurzen gemeinsamen Weg trennten sich beide. Sandra ging allein in das damalige Karstadt-Kaufhaus (heute Galeria) am Hermannplatz.

Angestellte sahen das Mädchen dort noch zwischen 15 und 16 Uhr beim Einkaufen. Dann verließ sie das Kaufhaus. Zuletzt wurde sie gegen 16.45 Uhr gesehen, als sie auf dem Kottbusser Damm Richtung Landwehrkanal lief. Danach verschwindet sie. Die 5. Mordkommission rechnet damit, dass Sandra getötet wurde. Bis heute gibt es keine Spur von ihr.

Sandra Wißmann wurde zum Zeitpunkt des Verschwindens wie folgt beschrieben:

  • circa 160 cm groß
  • sportlich, zierlicher Körperbau
  • braune Augen
  • lange glatte, über die Schulter reichende Haare, mit einem Haargummi zum Zopf gebunden
  • Bekleidet war Sandra mit einem dunkelbraun-bordeaux-schwarz gemusterter Pullover, einer schwarzen Jeans und einer halblangen blauen, gesteppten Winterjacke.

Die Ermittlerinnen und Ermittler fragen:

  • Wer hat Sandra Wißmann am Nachmittag des Dienstags, 28. November 2000, oder danach gesehen?
  • Wer kann Angaben zu den Umständen ihres Verschwindens machen?
  • Wer kann Angaben zum möglichen jetzigen Aufenthaltsort des Mädchens machen?
  • Wer hat damals auffällige Beobachtungen im Bereich Kreuzberg (z. B. verdächtiges Ansprechen von Kindern) gemacht?

Hinweise nimmt die 5. Mordkommission des Landeskriminalamts in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911555 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail an LKA115-Hinweis@polizei.berlin.de entgegen. Auch an jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache können Hinweise gegeben werden.

Der Tag der vermissten Kinder wurde laut BKA im Jahr 1983 in den USA ins Leben gerufen, nachdem ein Vermisstenfall dort große öffentliche Aufmerksamkeit erregt hatte. Er wird bis heute jedes Jahr am 25. Mai international begangen. Ziel sei es, auf verschwundene Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren.