Hubschrauber am Himmel über Berlin. Kein seltenes Phänomen in der Hauptstadt. Doch was zuletzt im Westen und Südwesten der Stadt los war, irritierte die Menschen vor Ort dann doch ein wenig. Schließlich handelte es sich bei den unweit des Funkturms entdeckten bemannten Flugobjekten nicht um Rettungshubschrauber, die zu einem Unfall eilten, sondern um Bundeswehrmaschinen. Diese sollen zum Teil im Tiefflug unterwegs gewesen sein. Was steckt hinter dem Einsatz?
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Wie die Bundeswehr mitteilte, übe das Wachbataillon vom 11. Mai bis zum 5. Juni im Großraum Berlin. Der Hintergrund: Die Sicherheitslage in Europa bleibt angespannt. „Wir testen unsere Durchhaltefähigkeit in beiden Rollen“, lautet die Erklärung in einer Mitteilung – als protokollarische Einheit für Staatsempfänge und als Schutztruppe im Krisen- oder Verteidigungsfall.
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Das bedeutet konkret: Bei Bollwerk Bärlin, so der Name der wiederkehrenden Übung, „trainieren die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons die Evakuierung von Regierungsangehörigen und deren geschützten Transport an einen sicheren Ort.“ Und weiter heißt es: „Damit die Regierung jederzeit regierungsfähig bleiben kann, müssen nicht nur die Gebäude, sondern auch die Angehörigen der Bundesregierung selbst geschützt werden.“

Dafür setzt die Bundeswehr auf möglichst realitätsnahe Szenarien entlang des Auftrags zur Landes- und Bündnisverteidigung. Im Ernstfall zählt dazu auch der Schutz kritischer Infrastruktur wie Dienstsitze des Bundes, darunter das Bundestagsgebäude oder das Verteidigungsministerium. Der Schutz der Bevölkerung sei im Verteidigungsfall dagegen die Aufgabe des Heimatschutzes.
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Geübt wird in Kasernen, auf Truppenübungsplätzen und auch im öffentlichen Raum. Auf der in der Mitteilung enthaltenen Karte sind vor allem Bereiche im Westen und Südwesten Berlins sowie Randgebiete der Hauptstadt abgebildet: von der Julius-Leber-Kaserne, unweit des ehemaligen Flughafens Tegel, bis hin zur Blücher-Kaserne in Kladow.

Um flexibel auf Störungen oder Sabotage reagieren zu können, trainiert das Wachbataillon aber nicht nur Hubschraubereinsätze. Auch Bewegungen zu Land und zu Wasser sind Teil des Prozederes. Beteiligt sind unter anderem ein Transporthubschrauberregiment sowie die Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums. „Im Ernstfall muss die Zusammenarbeit reibungslos funktionieren – deshalb üben wir gemeinsam“, heißt es. Das Ziel sei es, Abläufe und Schnittstellen zwischen den Verbänden zu festigen.






