Wer Job und Familie unter einen Hut bekommen und den Alltag mit Kindern bestmöglich planen will, ist auf feste Öffnungszeiten der Kita angewiesen. In den öffentlichen Kindertagesstätten in Berlin wird dies aber zunehmend schwieriger, wie der „Tagesspiegel“ berichtet. Erzieher sind immer länger krank, was die staatlichen Einrichtungen vor enorme Probleme stellt.

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Neue Zahlen zum Missstand liefert eine Anfrage von Linken und Grünen. Demnach fehlte in den Kitas des Eigenbetriebs Nordwest, der Spandau, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf versorgt, in den vergangenen drei Jahren im Schnitt stets knapp ein Viertel des pädagogischen Personals. Hinzu kommen noch die sonstigen Abwesenheiten durch Urlaub und Fortbildung. Durchschnittlich brachten es die Erzieher und Erzieherinnen im Jahr 2023 und 2025 auf jeweils 55 Krankheitstage, 2024 waren es sogar 58.
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In den staatlichen Kitas in Nordost (Pankow, Reinickendorf, Marzahn-Hellersdorf) und im Betrieb City (Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg) fehlten im Durchschnitt 16 Prozent der Belegschaft krankheitsbedingt, was rund 36 Krankheitstage pro pädagogischer Fachkraft bedeutete. In Südost und damit in den Kitas in Treptow-Köpenick und Neukölln fehlten im Schnitt rund 14 Prozent der Erzieher und Erzieherinnen in den vergangenen drei Jahren wegen Krankheit. Der Bereich Südwest (Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf) lieferte keine Zahlen.
Wie hoch die Zahl der Fehltage insbesondere im Bereich Nordwest ist, zeigt ein Blick auf bundesweite Zahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren Beschäftigte über alle Branchen hinweg 2023 im Durchschnitt 15 Tage krankgeschrieben.
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Als mögliche Ursache für die Vielzahl an Krankheitstagen bei pädagogischen Fachkräften nennt Rainer Oetting, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Nordost, vor allem die steigende Zahl von verhaltensauffälligen Kindern. Den Zusammenhang zwischen Überlastung und Verhalten der Kinder stellten demnach viele Erzieher und Erzieherinnen her, und das sei auch das Ergebnis einer betriebsinternen Befragung, erklärte Oetting gegenüber dem „Tagesspiegel“.
Außerdem will die Zeitung erfahren haben, dass einige Kitas bereits nach Lösungen suchen. Demnach wollen künftig einige Eigenbetriebe bereits am ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung fordern.
rk






