Mit seinem Lauf über 600 Kilometer durch die kalifornische Hitze wurde Arda Saatçi zum Internetphänomen. Zwar erreichte er seine Zielmarke von 96 Stunden nicht, er brachte den Lauf aber dennoch zu Ende und wurde dabei via Livestream von Hunderttausenden Menschen begleitet. Am Freitag (18.30 Uhr) soll der Athlet laut seinem Management am Hauptstadtflughafen BER landen. Vor Ort wird mit einem größeren Menschenauflauf gerechnet.

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Die Leistung des Berliners Saatçi wird von vielen Menschen als inspirierend gefeiert. In rund 123 Stunden meisterte er die Strecke und hatte mit Schlafmangel und massiven Schmerzen zu kämpfen. Kurz vor dem Ziel lief er dennoch teilweise in einer beeindruckenden Geschwindigkeit von etwa sechs Minuten pro Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag am Ende bei mehr als zwölf Minuten pro Kilometer. Am Wegesrand tauchten immer wieder Fans auf, die ihm Mut zusprachen. Einige begleiteten den Berliner auch bei seinem Lauf.

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Eis mit Mutter zum Muttertag

In einem Post auf Instagram hatte Saatçi angekündigt, dass er in Badwater Basin im Death Valley in Kalifornien starte. Nach Ablauf der 96 Stunden am Samstag – in denen er gut 458 Kilometer zurückgelegt hatte – zeigte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch.

Im Gehen hatte er angekündigt, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Im Ziel erwarte ihn seine Mutter, sagte er. Er habe ihr versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. „Das Versprechen werde ich auch halten.“ Wie aus dem Livestream hervorging, war die Strecke wegen Umwegen am Ende 604,5 Kilometer lang.

Am Ende löste Saatçi sein Muttertagsversprechen ein und hielt völlig erschöpft eine kurze Rede. Danach schlief sich der 28-Jährige nach seinem Lauf und wenigen Ruhepausen erst mal gründlich aus.

dpa