Zum Artikel „Gesundheitsreform: Bundeskabinett bringt Sparpaket auf den Weg“ vom 29. April

Als Kleinunternehmer muss ich inzwischen immer wieder Kredite aufnehmen, nur um meine freiwillige gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen zu können. Die Beitragserhöhungen der letzten Jahre sind nicht mehr nachvollziehbar und resultieren aus politischen Fehlentscheidungen. Dem Gewinnumlagemodell und der Macht der Pharmaindustrie muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Es dürfte nur noch eine Krankenkasse geben, in die alle einzahlen – ohne Ausnahme.

Ulrich Herzau, per E-Mail

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Die geplante Krankenkassenreform ist für Otto Normalverbraucher eine negative Überraschung – und es ist schwer zu sagen, in welche Richtung unser Gesundheitswesen noch schlingert. Besser wird es wohl kaum. Besonders hart treffen die erhöhten Zuzahlungen chronisch Kranke und Behinderte. Wer mehr für Medikamente zahlen muss, spart anderswo – etwa bei der Ernährung. Das verschlimmert Leiden, statt sie zu lindern. Als Zeichen der Solidarität wäre es anständig, wenn Politiker zumindest auf ihre Diätenerhöhungen verzichteten. Und wer junge, arbeitende Menschen immer stärker belastet und ihnen gleichzeitig Faulheit vorwirft, sollte sich nicht wundern, wenn sie sich fragen, ob sie in diesem Land bleiben wollen.

Thomas Hansen, per Mail

Politiker sind Angestellte des Volkes – ihre Diäten sollten in regulären Arbeitslohn umgewandelt werden. Und wer Mist baut, muss sich auch verantworten: Die Immunität gehört abgeschafft.

Achim Mücke, per Facebook

Zum Artikel „Koalition im Krisenmodus: Zerbricht Schwarz-Rot an den Reformen?“ vom 28. April

Allein in den vergangenen fünf Jahren ist die Verschuldung der Bundesrepublik um eine Billion Euro gestiegen – bei einer Gesamtverschuldung von mittlerweile knapp drei Billionen. Eine Billion hat zwölf Nullen. Leider besteht sie nicht nur aus Nullen: Irgendwer muss für diese horrende Summe geradestehen. Spätestens die nachfolgenden Generationen.

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Diese Bundesregierung ist ein Zwerg, wenn es ums Sparen geht, geriert sich jedoch zum Riesen beim Schuldenmachen und der Erfindung neuer Steuern. Die Sozialausgaben bleiben dabei eine unantastbare heilige Kuh. Warum sich die Politik an dieses größte Einsparpotenzial nicht heranwagt, bleibt ihr Geheimnis.

Deutschland ist bereits Spitze bei Steuern und Abgaben – aber genug ist nie genug. Nun sollen Zucker, Alkohol und Nikotin zusätzlich besteuert werden. Zum Wohle der Staatsfinanzen also: rauchen und saufen, was das Zeug hält – aber nicht, bis der Arzt kommt, denn das würde das Gesundheitssystem belasten. Wer glaubt, diese Steuern dienten ausschließlich dem Gesundheitswohl der Bevölkerung, der glaubt auch an den Osterhasen.

Dem Steuererfindungsreichtum der Politik sind ohnehin keine Grenzen gesetzt. Ich würde daher die Einführung einer Expertenkommission vorschlagen – natürlich finanziert aus Steuermitteln.

Alfred Kastner, per Mail

Rechnerisch betrachtet läge die CDU ohne die CSU deutlich unter der 20-Prozent-Marke. Was sagt das über die Regierungsarbeit der Union aus? Friedrich Merz sollte die Konsequenzen ziehen – und die Union sollte prüfen, ob sie nicht auch ohne die SPD regieren kann.

Riggi Schwarz, per Mail

Zum Artikel „Heilmann als neuer Berliner Kultursenator? Chancen und Risiken einer Personalie“ vom 28. April

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Wenn der Regierende Bürgermeister trotz diverser Fehlleistungen und drohender Enthüllungen – „Wo war Kai Wegner am 3. Januar?“, „Wann hat er den Bericht des Rechnungshofs zur Fördergeldaffäre gelesen?“ – noch immer im Amt ist, hat das vor allem zwei Gründe: der nahende Wahltermin und die fehlende personelle Alternative.

Würde Wegner Thomas Heilmann zum Kultursenator ernennen und würde dieser in den kommenden Wochen erfolgreich als „neuer Besen“ agieren und als Routinier auf der politischen Bühne bella figura machen, könnten die Granden der Berliner CDU auf die Idee kommen, dass es doch eine geeignete Alternative gibt.

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Heilmann, per Mail

Zum Artikel „Kasupke ekelt sich am Augustenburger Platz“ vom 28. April

Die Anmerkung von Herrn Kasupke kann ich nur unterstreichen. Vor einiger Zeit habe ich eine Freundin im Virchow-Krankenhaus besucht und war vom Zustand des Innenhofes sehr unangenehm überrascht: dreckig, nicht einladend. Auch die Krankenzimmer wirkten bedrückend. Das soll ein Krankenhaus sein?

Die Rattenplage in Neukölln gibt es schon seit Jahren – und es scheint, als kümmerten sich weder Politik noch Gesundheitsamt darum. Kein Geld dafür, heißt es. Wir haben Freunde, die den Winter im Ausland verbringen. Jedes Mal, wenn sie zurückkommen, soll Berlin noch dreckiger geworden sein, sagen sie. Nachlässigkeit rächt sich eben.

Marina Emme, per Mail

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