Die Fertigstellung des neuen Kunstmuseums „Berlin Modern“ am Berliner Kulturforum verzögert sich offenbar erneut deutlich. Nach einem Bericht des RBB unter Berufung auf die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Marion Ackermann, ist inzwischen von einer möglichen Eröffnung im Jahr 2030 auszugehen.

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Ursache seien Feuchteschäden im Rohbau, die den Baufortschritt spürbar ausbremsen. Laut dem Sender könnte sich der Zeitplan dadurch um rund acht Monate nach hinten verschieben. Zuvor war bereits eine Eröffnung für 2029 vorgesehen.
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Zusätzlich zu den Feuchtigkeitsschäden wurden im Bauwerk laut Stiftung auch mikrobiologische Belastungen festgestellt. Darunter fallen etwa Schimmelpilze, Bakterien oder Algen, die sich in feuchten Baustrukturen entwickeln können. Gegenmaßnahmen seien bereits eingeleitet worden. Ein Baustopp sei jedoch nicht vorgesehen.
Architekten entwarfen auch die Elbphilharmonie
Gebaut wird das Museum nach Plänen des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron, das auch die Hamburger Elbphilharmonie gestaltet hatte. Es entsteht auf dem Kulturforum neben der ikonischen Neuen Nationalgalerie von Architekt Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969). Weil dort nicht genug Platz ist, um mehr von der großen Kunstsammlung zu zeigen, ist ein weiteres Museum geplant.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach vom „wichtigsten Kulturneubau des Bundes“ und einem der „spektakulärsten Bauwerke der europäischen Kulturlandschaft“. „An das Gebäude knüpft sich die Hoffnung und die Erwartung, dass die einzigartige Sammlung der Neuen Nationalgalerie ein neues, großartiges und transparentes zweites Zuhause bekommt.“
Das neue Museum schaffe das „das eigentlich Unmögliche“, teilte SPK-Präsidentin Marion Ackermann mit. Das Berliner Kulturforum habe endlich einen Gesamtklang. Das Haus steht für seine verbindende Kraft, für eine Architektur, die offen und einladend sei, sich äußerlich zurücknehme, aber im Inneren ein Kunsterlebnis bieten werde, wie es Berlin noch nie gesehen habe, erklärte sie.






