Zum Artikel „Neue Sparpläne des Bundes: ‚Abrissbirne‘ für Berlins Krankenhäuser“ vom 22. April

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Ich hatte das Glück, ein Krankenhaus als Patient erst mit 70 zu erleben. Nach der Notaufnahme, ein paar Tage später, schlug die behandelnde Ärztin einen Herzkatheter vor, den ich ablehnte. Sie veranlasste eine Ultraschalluntersuchung und wollte nach dem Ergebnis neu entscheiden. Die Assistentin fragte mich nach der Untersuchung, ob ich viel Sport getrieben hätte, die Werte seien exzellent. Ich verneinte und sagte ihr, ich hätte mich an Churchill orientiert. Kein Herzkatheter, kein Umsatz für das Krankenhaus. In den 90er Jahren erklärte der Verwaltungsdirektor eines Klinikums, dass er den zu versichernden Bestand an Maschinen und Ausrüstungen nicht konkret spezifizieren kann. Immer dann, wenn ein neuer Chefarzt kommt, äußert er Wünsche nach z. T. neuer Ausrüstung. Der Rest kommt dann ins Archiv. Ich glaube, es gibt auch heute noch genügend Ansätze, die Kosten unserer Krankenhäuser punktuell zu analysieren, und das sollten Externe machen. Und immer wieder stellt sich mir die Frage, warum keine oder zu wenige Fremdmittel von den Kliniken eingeworben werden. Man muss nur wollen, statt zu jammern.

Bernd R. Klinge, per E-Mail

Zum Artikel „Wäre es nicht großartig, in Berlin das nächste Sommermärchen zu schreiben?“ vom 21. April

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Nun haben auch die Bürger/innen von NRW per Bürgerentscheid ein positives Votum für eine Olympia-Bewerbung gegeben. In Berlin ist wohl laut Berliner Verfassung ein solcher Bürgerentscheid nicht möglich, mit einem Parlamentsbeschluss soll nun eine Entscheidung fallen. Entsprechend einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap können sich 60 Prozent der Berliner Bevölkerung die Ausrichtung Olympischer Spiele in der Hauptstadt vorstellen. Sicher werben Berliner Sportfunktionäre, Sportler/innen und alle Sportbegeisterten verstärkt, und das auch im eigenen Interesse, für Olympische Spiele. Berlin sollte doch in den nächsten Jahren erst einmal normale Bedingungen für den Breiten- und auch Schulsport schaffen und jetzt nicht schon wieder mit vielen Zukunftsversprechungen glänzen. Die vorhandenen Probleme im Wohnungsbau, der Infrastruktur und Sicherheit sprechen wohl auch nicht für die Ausrichtung Olympischer Spiele in Berlin.

Frank Petzsch, per E-Mail

Zum Artikel „Merz: Gesetzliche Rente wird künftig nur noch ‚Basisabsicherung‘ sein“ vom 21. April

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Über Jahre hinweg hat die Politik an der gesetzlichen Rente herumreformiert und sie durch umfangreiche versicherungsfremde Leistungen – Schätzungen zufolge in Höhe von rund einer Billion Euro – erheblich belastet. Maßnahmen wie die Mütterrente, die Rente mit 63 sowie verschiedene wahlpolitisch motivierte Entscheidungen haben das System zusätzlich unter Druck gesetzt. Nun wird vom Bundeskanzler erklärt, die gesetzliche Rente werde künftig lediglich eine Grund- bzw. Basisabsicherung darstellen, während die Bürger verstärkt privat vorsorgen sollen. Doch wovon soll diese zusätzliche Vorsorge finanziert werden?
Ist nicht längst bekannt, dass die Kosten für Lebensmittel, Mieten, Energie und Versicherungen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen sind, sodass vielen Haushalten schlicht kein Spielraum mehr für private Altersvorsorge bleibt? Zudem scheint unberücksichtigt zu bleiben, dass das Vertrauen vieler Bürger in die Altersvorsorge bereits seit 2004 erheblich gelitten hat. Seit diesem Zeitpunkt werden bei Auszahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge nachträglich Sozialabgaben von rund 20 Prozent erhoben – eine Belastung, die so ursprünglich nicht vereinbart war.
Währenddessen bleiben staatliche Pensionen von diesen Entwicklungen weitgehend unberührt. Es verwundert daher kaum, dass politische Entscheidungen dieser Art das Vertrauen weiter untergraben und zur wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung beitragen.

Norbert Wichmann, per E-Mail

Zum Artikel „Privat unterschreiben alle – unterwegs mit den Aktivisten von Berlin autofrei“ vom 21. April

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Es soll also nur noch zwölfmal im Jahr eine Fahrt innerhalb des Ringes erlaubt sein. Wie kontrolliert man diese Fahrten? Stempelkarten oder Genehmigungen? Wer soll das kontrollieren? Es gibt Menschen (nicht nur Ältere), die müssen öfter auch mal zum Arzt. Taxifahrten oder ein Krankentransport kommen wegen der Kosten nicht infrage. Da es nach den Initiatoren nur acht bis zehn Prozent sind, die mit dem Auto innerhalb des Ringes fahren, wozu dann noch ein Verbot? Ich selbst nutze den ÖPNV, das Rad, ja auch das Auto und natürlich auch meine Füße.
Bei den Benzinkosten wird sich das auch regulieren. Ach ja, ich bin im Ruhestand und habe natürlich eine „hohe Altersversorgung“, also kein Problem, immer mit einer Taxe zu fahren. Wenn man so mobil ist wie die Initiatoren, ist es kein Problem, mit dem Rad zu fahren. Hoffe nur, dass sie nicht in die Verlegenheit kommen, dies nicht mehr zu können.

K. J. Hänsel, per E-Mail