Veranstaltungen am 1. Mai in Berlin wie die „Revolutionäre 1. Mai“-Demo konzentrieren sich seit vielen Jahren auf die Innenstadtbezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Mitte.

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Seit einiger Zeit aber wird der Protest auch in das Villenviertel in Grunewald getragen. Die Initiative „Quartiersmanagement Grunewald“ und weitere Gruppen veranstalten dort am „Tag der Arbeit“ die Demo „MyGruni“. Auch in diesem Jahr ist eine satirische Protestveranstaltung geplant. An dieser Stelle erhalten Sie Infos zu Termin und Zeitplan, zur Route und zum Hintergrund der Demo.

Veranstaltung„MyGruni“-Demo
OrtJohannaplatz in Berlin-Grunewald
DatumFreitag, 1. Mai 2026, Start: 13 Uhr
KundgebungenBismarckplatz, Lynarstraße, Herbertstraße/Herthastraße, Bismarckallee
Teilnehmer der „MyGruni“-Demo am 1. Mai in Berlin-Grunewald (Archivbild).
Teilnehmer der „MyGruni“-Demo am 1. Mai in Berlin-Grunewald (Archivbild).© pa/dpa/Kay Nietfeld | Unbekannt

„MyGruni“-Demo 2026: Kundgebungen und Aktionen rund um den Johannaplatz

In diesem Jahr steht die „MyGruni“-Demo unter dem Motto „Kai kürzt uns alle“. Im Demo-Aufruf heißt es: „Statt zu entschärfen, gießen Kai, Giffey & Co fossiles Öl ins Feuer, verminen Tempelhof und Görli, und heizen durch blindgängerische Kürzungen das gesellschaftliche Klima an. Es besteht Gefahr für Leib und Leben! Hier geht bald alles hoch!“ Auftakt ist um 13 Uhr am Johannaplatz.

Der Protest soll durch mehrere Kundgebungen in Grunewald erfolgen. Dazu gehören neben dem Johannaplatz diese Standorte, an denen es auch ein Bühnenprogramm geben soll:

  • Bismarckplatz
  • Lynarstraße
  • Herbertstraße/Herthastraße
  • Bismarckallee

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Fahrrad-Demos im Vorfeld und nach Abschluss

Eine Fahrrad- und Skating-Demo soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Innenstadt nach Grunewald führen. Start der Veranstaltung „MyGruni Fahrraddemo: Parkplätze zu Tennisplätzen, oder Radwegen...“ ist um 9.30 Uhr am Falkplatz in Prenzlauer Berg. Der Korso führt zunächst zum Brandenburger Tor. Ab 10.30 Uhr geht es dann unter dem Motto über den Großen Stern, Kudamm und Hubertusallee weiter zum Bismarckplatz. Die Route im Detail:

  • Brandenburger Tor/Platz des 18. Mär
  • Straße des 17. Juni
  • Großer Stern
  • Hofjägerallee
  • Klingelhöfer Straße
  • Herkulesbrücke
  • Lützowplatz
  • Schillstraße
  • An der Urania
  • Kleiststraße
  • Wittenbergplatz
  • Tauentzienstraße
  • Kurfürstendamm
  • Hubertusallee
  • Bismarckplatz
  • Bismarckallee
Demonstration am 1. Mai
Fahrrad-Demonstrationen sollen die Teilnehmer nach Grunewald und wieder zurück in die Innenstadt führen.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Der Rückweg aus Grunewald in Richtung Innenstadt soll ab 16 Uhr erfolgen – unter dem Motto „Autobahnen zu Tennisplätzen, oder Radwegen!“ Dabei soll ein Teilstück der Route auch über die Stadtautobahn A100 führen. Die Strecke im Detail:

  • Bismarckplatz/Bismarckallee
  • Hubertusallee
  • Warmbrunner Straße
  • Paulsborner Straße
  • Seesener Straße
  • Hohenzollerndamm: Auffahrt A100
  • Wexstraße: Abfahrt A100
  • Innsbrucker Platz
  • Hauptstraße
  • Goebenstraße
  • Yorckstraße
  • Mehringdamm
  • Blücherstraße
  • Zossener Straße
  • Zossener Brücke
  • Lindenstraße
  • Oranienstraße
  • Moritzplatz
  • Oranienstraße
  • Oranienplatz
Polizisten bei der „MyGruni“-Demo in Grunewald vor eine Villa.
Polizisten bei der „MyGruni“-Demo in Grunewald vor eine Villa.© picture alliance/dpa | Kay Nietfeld | Unbekannt

„MyGruni“-Demo am 1. Mai in Berlin-Grunewald: Das steckt dahinter

Seit 2018 veranstaltet die satirische Initiative „Quartiersmanagement Grunewald“ die „MyGruni“-Demo im Villenviertel von Grunewald. Dabei hatte es bei der ersten Auflage auch Sachbeschädigungen gegeben. Aus der Menge heraus hatten einzelne Demo-Teilnehmer Autos bespuckt und besprüht, Fensterscheiben beschädigt oder Türklingeln beklebt.

Ein Punk beschmiert bei der „MyGruni“-Demo 2018 in Grunewald ein Auto.
Ein Punk beschmiert bei der „MyGruni“-Demo 2018 in Grunewald ein Auto.© Erik Baumgärtel | Erik Baumgärtel

In einer Pressemitteilung aus dem September 2022 stellt sich die Initiative auf diese Weise vor: „Das Quartiersmanagement Grunewald leistet wertvolle Sozialarbeit im Berliner Problemkiez Grunewald. Um Wohlstandsverwahrlosung und grassierender Wirtschaftskriminalität entgegenzuwirken, besucht des Quartiersmanagement regelmäßig das sozial abgehängte Villenviertel – am 1. Mai mit mehreren Tausend autonomen Streetworker:innen. Im Rahmen der aufsuchenden Sozialarbeit wird den Reichen verdeutlicht: Ihr seid Teil des Problems extremer Ungleichverteilung von Wohlstand – und ihr müsst Teil der Lösung werden. Denn wo eine Villa ist, ist auch ein Weg.“

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