Öffentlicher Katastrophenschutz und zivilgesellschaftliches Engagement müssen besser zusammenarbeiten – so zumindest sieht das die Stiftung Zukunft Berlin. „Um auf zukünftige Krisen besser vorbereitet zu sein, braucht es neben allen innerstaatlichen Effektivierungsmaßnahmen auch eine viel stärkere und systematische Verzahnung von öffentlichem Katastrophenschutz und zivilgesellschaftlichem Engagement“, sagte die Vorstadtssprecherin der Stiftung, Beate Stoffers am Montag in Berlin. „Bestehende stadtgesellschaftliche Netzwerke sollten dabei nicht nur ergänzend, sondern als integraler Bestandteil in Vorsorge- und Krisenstrategien eingebunden werden“, so Stoffers weiter. Eine verbesserte Hilfskapazität könne nur dann erreicht werden, wenn lokale Strukturen und Nachbarschaften gezielt gefördert würden.

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Vor dem Hintergrund des Stromausfalls im Januar, bei dem zwischenzeitlich mehr als 45.000 Haushalte im Südwesten Berlins ohne Strom waren, sind verschiedene Vereine, Verbände und eine Schule bei der Stiftung Zukunft Berlin zusammengekommen. Sie haben über das Potenzial funktionierender Nachbarschaften beraten und nun ein Forderungspapier erarbeitet, das sich an die Politik richtet. „Die Zivilgesellschaft kann mehr. Sie muss sich dann auch selbst weiterentwickeln und zusätzlich engagieren – und sie muss in jedem Fall von den Behörden besser einbezogen werden“, sagte Stoffers.

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Stiftung Berlin Zukunft: Politik muss Chance mehr als bisher nutzen

Ein zentraler Punkt des Papiers ist die Stärkung lokaler und nachbarschaftlicher Strukturen. Hier forderte der sogenannte „Ratschlag Zivilgesellschaft“, bestehende Strukturen wie Kirchengemeinden und Schulen systematischer als Krisen-Anlaufstellen einzubeziehen. Sammelpunkte für Ausstattungen sollen zudem etwa definiert und breit kommuniziert werden. Ferner forderte das Bündnis eine Stärkung von nachbarschaftlichen Strukturen, etwa in Form von Kampagnen wie „Lerne deinen Nachbarn kennen“, die berlinweit ausgerollt werden sollen. Dabei soll es etwa Kiez-Resilienztage geben, bei denen über Angebote und Möglichkeiten informiert werde. Außerdem will der „Ratschlag“ die Kommunikation zwischen Behörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren verbessern.

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Die Zivilgesellschaft, so Stoffers, sei dann auch ein „zentraler Pfeiler“ einer solidarischen und resilienteren Stadt. „Die Politik muss diese Chancen mehr als bisher nutzen“, so die Vorstandssprecherin der Stiftung. BM