Passanten rund um die Hasenheide in Berlin bot sich am Nachmittag ein ungewöhnliches Bild: Polizisten, teils mit Maschinenpistolen bewaffnet, durchkämmten den Park. Weitere Einsatzkräfte kontrollieren alle, die den Park verließen. Der Grund: Dort sollen am Montagnachmittag Schüsse gefallen sein. Am Nachmittag prüften die Einsatzkräfte, ob eine Gefahrenlage vorlag. Der Columbiadamm wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Gegen 17 Uhr gab es dann Entwarnung – und der Einsatz wurde ohne Ergebnis beendet.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Zuvor hatten gegen 14:30 Uhr Passanten laut Polizei mehrere Notrufe abgesetzt und von Schüssen berichtet. 50 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Lage zu überprüfen, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Kurzfristig sei ein Hubschrauber zum Einsatz gekommen. „Es konnten bislang weder ein Tatort, Verletzte noch Tatverdächtige festgestellt werden“, so der Sprecher weiter.

Beinahe täglich kommt es in Berlin zu Schüssen

Aktuell kommt es beinahe täglich zu Schüssen in Berlin. Zuletzt wurde ein Mann in Schöneberg in der Nacht von Sonntag auf Montag angeschossen, am Sonnabendmorgen ein Mann in Charlottenburg-Wilmersdorf. In der Nacht zu Freitag wurde ein junger Mann in der Graefestraße niedergeschossen.

Auch interessant

Der häufige Einsatz von Schusswaffengewalt hat die Berliner Polizei dazu veranlasst, im November 2025 eine Sondereinheit zu gründen: Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Ferrum. Die Ermittlungsgruppe ging seit ihrer Gründung mit umfangreichen Razzien unter anderem in Bars und Restaurants gegen gewalttätige Banden vor. Im Februar wurde im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses eine erste Bilanz gezogen. Bei stadtweiten Kontrollen wurden seit November 12 scharfe Schusswaffen und 192 Patronen beschlagnahmt.

Experten warnen vor eskalierender Gewalt. Die Ermittlungsbehörden vermuten hinter der steigenden Schusswaffengewalt Verteilungskämpfe zwischen konkurrierenden Gruppen in der Organisierten Kriminalität.