was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:

  • Am Kriminalgericht Moabit beginnt der Prozess gegen einen 36-Jährigen, dem schwere Gewalttaten gegen seine damalige Lebensgefährtin vorgeworfen werden. In einem Fall soll er die Frau so heftig geschüttelt haben, dass sie aus dem Fenster im vierten Stock fiel und seitdem querschnittsgelähmt ist. (9.30 Uhr)
  • Der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses befasst sich mit dem Lagebild Organisierte Kriminalität Berlin 2024. Die Sitzung findet im Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstraße statt.
  • Die Stiftung Zukunft Berlin stellt ein „Zukunftsbild für Berlin“ vor, das elf Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft verfasst haben. Mit der Präsentation soll eine grundlegende Debatte über Orientierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Wahljahr angestoßen werden. (11 Uhr)
Neues aus Berlin
Neues aus Berlin

Vergangene Woche fand ich mich urplötzlich in einem Live-Werbeclip für Berlin wieder. Er ging so: Überall in Mitte sind zurzeit Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) mit ihren großen Besen unterwegs. So energisch, dass der Staub fliegt, schieben sie Split zu Haufen zusammen, auf dass die Fußwege wieder sauber würden. Bis Ostern soll alles tiptop sein, hatte das Unternehmen angekündigt. Schnitt.

Neuer Take: Nahaufnahmen von einer BSR-Mitarbeiterin unmittelbar vor dem Pierre-Boulez-Saal. Der Besen steht an die Wand gelehnt, sie genehmigt sich eine Zigarettenpause in der Sonne. Zufrieden blicke sie auf den Haufen kleiner Steinchen, die sie an den Rand der Fahrbahn gefegt hatte. Von links kommt ein großes Kehrfahrzeug vorbei, und verleibt sich die Steine ein. Der Fahrer grüßt, sie hebt anerkennend ihren Daumen. Dann der Claim: „Berlin packt an.“ Cut.

Nicht nur die BSR räumt auf. Auch private Berliner beseitigen Müll. So hat sich Charlottenburg-Wilmersdorf-Reporter Norman Börner am Wochenende mit der Initiative „Kiezattacke“ getroffen. Sie will Müllsammler verbinden und motivieren. Wie genau, lesen Sie hier.

Kietzatacke
Janina und Michal Unger von „Kietzattacke“.© FUNKE Foto Services | Sergej Glanze

Es könnte alles so schön sein. Solange man nicht in die Ecken der Stadt guckt. Wie jenen am Hauptbahnhof. Uta Keseling hat das am Wochenende unvorsichtigerweise gemacht und war erschüttert. 20 Jahre nach der Eröffnung der Station wirkt sie noch immer eher wie eine Dauerbaustelle.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Überhaupt könne man anhand des Mülls am Straßenrand ein Psychogramm der Berliner zeigen. Für Archäologen der Zukunft ein interessantes Forschungsfeld.

Berlin packt an? Wohl eher Berlin schmeißt weg. So wird das nichts mit der Werbewirksamkeit.

Außerdem wichtig
Außerdem wichtig

Apropos Anpacken: Welche Schlüsse muss der Berliner Senat aus dem Wahlergebnis vom Sonntagabend ziehen? Gestern fand die erste Landtagswahl des Jahres in Baden-Württemberg statt. Wie Berliner Politiker auf das Ergebnis reagierten, hat Isabell Jürgens recherchiert.

Haben Sie am Sonntag den Frauentag gefeiert? In meinem Bekanntenkreis haben sich die Frauen immerhin alles Gute gewünscht. Wenn Ihnen noch ein wenig kämpferischer zumute ist – treten Sie doch heute in den Generalstreik ein. Iris May erklärt, worum es geht.

Cyberangriffe, Spionage und Sabotage: Berliner Krankenhäuser stehen unter Druck. Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), warnt nach einem Besuch in der Ukraine, dass Vorbereitung entscheidend sei, um die Versorgung der Berliner im Krisenfall zu sichern. Alexander Rothe hat mit ihm gesprochen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Wochen!

Heike Dietrich
Leitende Redakteurin

Morgenpost auf Englisch

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© Berliner Morgenpost Infografik | C. Schlippes/ iStock

In Berlin leben so viele Nationalitäten wie in kaum einer anderen Stadt im Lande. Für all diese Menschen hat die Berliner Morgenpost in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein „WahlheYmat“ den Newsletter „WahlheYmatPost“ ins Leben gerufen. Wenn Sie oder Ihre Bekannten jeden Donnerstagabend in englischer Sprache spannende Perspektiven auf das Leben in Berlin direkt in Ihrem Postfach finden wollen – hier können Sie die WahlheYmatPost abonnieren.

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