Diese Bilanz darf niemanden zufriedenstellen: Ob bei Kindern, Jugendlichen, Senioren oder Radfahrern, in allen Bereichen ist die Zahl der Verunglückten im Berliner Verkehr im Jahr 2025 gegenüber 2024 gestiegen. Der grundsätzliche Rückgang bei Schwerverletzten und Getöteten ändert nichts daran, dass die Straßen in der Hauptstadt gerade für Risikogruppen offensichtlich gefährlich bleiben. Obwohl der Senat immer wieder betont hat, wie wichtig ihm die Erhöhung der Verkehrssicherheit ist.
Auch interessant
Natürlich kann Schwarz-Rot nicht sämtliche Unfallrisiken selbst beseitigen. Experten schildern immer wieder den Eindruck, dass Verkehrsteilnehmer zunehmend aggressiver und rücksichtsloser auftreten. Wenn Menschen rote Ampeln und Tempolimits ignorieren oder beim Rechtsabbiegen den Schulterblick vergessen, dann werden sie zur Gefahr für alle anderen. Und nicht jeder dieser Fälle kann geahndet werden, auch wenn mehr kontrolliert wird. Die Unfallbilanz sollte deshalb auch ein Weckruf an alle Verkehrsteilnehmer sein, zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme zurückzukehren.
Ute Bonde: „Werden unsere Anstrengungen kontinuierlich weiter verstärken“
Dennoch lässt sich das Fazit ziehen: Was der Senat bislang geleistet hat, genügt dem eigenen Anspruch nicht. Ein Verkehrssicherheitsprogramm zu beschließen, nützt nur, wenn die Inhalte auch auf den Straßen ankommen. Auch beim Bau von Radwegen und Zebrastreifen oder dem Entschärfen von Kreuzungen geht es längst nicht so schnell voran, wie es angekündigt wurde oder im Berliner Mobilitätsgesetz eigentlich vorgeschrieben ist.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hat jetzt, mit Blick auf die neuen Zahlen, noch einmal betont: „Wir müssen und werden unsere Anstrengungen kontinuierlich weiter verstärken.“ Knapp sieben Monate bleiben ihr und dem Senat, die Aussage noch zu belegen.






