Die im Verband des BBU organisierten Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften gehören mehrheitlich zu denen, die in Berlin für faire Mieten stehen. Eine Datenanalyse, die der BBU vorgelegt hat, belegt: Die Angebotsmieten bei den BBU-Mitgliedern liegen mit 9,54 Euro je Quadratmeter und Monat nettokalt rund sieben Euro unter denen, die auf den einschlägigen Immobilienportalen angeboten werden. Die Analyse zeigt aber auch, dass sich die BBU‑Unternehmen zunehmend von der einstigen Mietpreiszurückhaltung verabschieden.

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Schon im Vorjahr 2024 hatten die BBU-Mitglieder bei Neuvertragsmieten mit einem Plus von sieben Prozent kräftig an der Mietenschraube gedreht. Mit elf Prozent im Jahr 2025 verstärkt sich dieser Trend. Und angesichts der aktuellen Finanzierungs-, Instandhaltungs-, Bau- und Personalkosten, daran lässt BBU-Vorständin Maren Kern keinen Zweifel, wird sich diese Entwicklung weiter fortsetzen.
Mieten ziehen nach Pandemie und Energiekrise deutlich an
Die BBU-Chefin führt die Entwicklung auf Nachholeffekte aus der Zeit der Coronapandemie und der Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges zurück, als die Unternehmen auf Mietsteigerungen weitgehend verzichtet hatten. Die aktuellen „Anpassungen“ seien deshalb weniger ein Kurswechsel als ein Nachholen wirtschaftlicher Realitäten.
Ein Trend, der Zündstoff in sich birgt – besonders im Jahr der Berlin-Wahl. Die Frage, mit welchen Konzepten die Parteien die Mieterinnen und Mieter in Berlin entlasten wollen, wird immer mehr zum entscheidenden Thema. Schließlich zeigt die Auswertung, dass nicht nur bei den viel zitierten „schwarzen Schafen“ die Mieten steigen, sondern auch bei denen, die für faire Mieten stehen. Wird das Problem nicht gelöst, wird das populistische Scheinlösungen, wie den Ruf nach Enteignungen, befeuern.




