Zum Artikel: „Studie belegt Unfallrückgang in Kiezblocks“ vom 20. Februar
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Um nachzuweisen, dass sogenannte Kiezblocks für mehr Sicherheit sorgen, hätte es m. E. keine aufwendigen Studien bedurft, das liegt wohl in der Natur von verkehrsberuhigten Stadtvierteln. Außerdem geht es darum, den vielfältigen Interessen der Bewohner zu entsprechen (Gewerbetreibende, Besucher, Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen). Da wird es nicht reichen, die zu schützenden Gebiete mit Pollern abzuschotten. Ganz abgesehen von der zunehmenden „Verbotsästhetik“ im öffentlichen Raum unserer Stadt. Mein Eindruck: Die Egoismen im innerstädtischen Straßenverkehr nehmen extrem zu. Das betrifft allerdings auch Fahrradfahrer. Und die parteipolitische Besserwisserei hilft uns auch nicht weiter. Wie wäre es denn mit Vernunft, Bürgersinn und so was wie Augenmaß?
Rolf-Dieter Kühnel, per E-Mail
Na, das ist ja wirklich eine riesige Überraschung. Wer hätte das gedacht? Wer also Straßen abpollert, gänzlich sperrt oder zu Einbahnstraßen umfummelt, Parklätze vernichtet und das örtliche Gewerbe missachtet, sorgt für mehr Sicherheit und weniger Unfälle. Dann lautet doch der einzige Umkehrschluss: Ganz Berlin wird ein riesiger Kiezblock. Der Anfang ist gemacht.
Dietmar Astfalk, per Mail
Zum Artikel: „Sperrmüllhaufen ärgert Nachbarn: Warum der Dreck einfach nicht verschwindet“ vom 20. Februar
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Ich lebe seit Jahrzehnten in West-Berlin und habe den Niedergang auf vielen Gebieten miterlebt. Die Vermüllung ist kaum zu ertragen. Seit Jahren wird über Lösungen geschwafelt, passiert ist fast nichts. Gründe für die Zustände sind ja wohl bekannt. Fehlende Erziehung von klein auf, keine Achtung vor fremdem Eigentum, Vandalismus, zunehmende Brutalität im Umgang mit Mensch und Tier sowie Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr. Infolge Personalabbaus bei der BSR wurden immer Mülleimer abgebaut, die kleinen Straßen fast gar nicht mehr gefegt. Dank vieler noch lebender Spießer säubern diese die Straßen vor ihren Grundstücken selbst. In den 70er-Jahren fand zweimal im Jahr eine kostenlose Sperrmüllabholung in West-Berlin in allen Straßen statt. Es wurde die fünfte Jahreszeit genannt, und so mancher Trödler machte Schnäppchen. Wir alle hatten Spaß, und so mancher Gegenstand wechselte nur zum Nachbarn. Es gibt nur eine Lösung: Mehr Schichten des Ordnungsamts, meist geschieht die Müllablade im Dunkeln, mehr Kameras in auffälligen Gegenden und natürlich mehr Personal. Ich gehe oft vom Hermannplatz die Karl-Marx-Straße hoch zum Arzt und denke, ich bin schon auf der Müllhalde.
Ingeborg Baumert, per Mail
Der Müll und die Stadt (und der Tod) erregen nicht erst seit R. W. Fassbinder die Gemüter. Müll entsteht meistens da, wo bereits Müll liegt. Die Hemmschwelle, einfach etwas wegzuwerfen oder (illegal) abzustellen, ist umso höher, wenn kein Müll oder Unrat da ist. Ersttäter will kaum jemand werden. Das beste Beispiel sind beschmierte Hausfassaden. Wenn man das Geschmiere innerhalb von 24 Stunden beseitigt, merkt der Schmierfink: Oh, mein „Kunstwerk“ ist schon wieder weg. Er wird dort nicht mehr sein Spray verschwenden. Mehr Mülleimer sind nicht die Lösung, sondern eine 24-stündige Müll- und Abfallbeseitigung im öffentlichen Raum. Die Kosten müssen dann leider auch die tragen, die nichts wegwerfen.
Melitta Pichler, per Mail
Zum Artikel: Xavier Naidoo mit irren Aussagen in Berlin – Sänger gibt verwirrendes Comeback“ vom 18. Februar
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Was ist eigentlich mit Xavier Naidoo los? Da behauptet der Mann doch glatt, dass wir alle unwissentlich längst und ganz sicher Menschenfleisch konsumiert hätten, weil eine Firma ihre Kartoffelchips mit Menschenfleisch würzt, das von Embryos stammt. Wann war der gute Mann zuletzt bei seinem Hausarzt zur allgemeinen Untersuchung? Mein Gott, das ist ja wohl der größte Blödsinn, den ich in der letzten Zeit mitbekommen habe. Verzeihen Sie mir meine Wortwahl, doch ich kann es einfach nicht anders formulieren. Und das Erstaunliche an der ganzen Sache ist ja noch, dass ihm Tausende und Abertausende zustimmen. Die Schwurbler sammeln sich um ihren Schwurbler-König Xavier, um die Schwurbler-Revolution nach vorne zu bringen. Wenn Sie mich fragen: Der Mann sollte sich besser auf seine Musik konzentrieren. Das scheint er besser draufzuhaben.
Michael Ayten, per Mail
Zum Artikel: „Festnahme von Andrew stürzt Königshaus in tiefe Krise“ vom 20. Februar
Bleibt mir wirklich gar nichts mehr in diesen ereignisreichen Tagen erspart? Jetzt soll es dem Ex-Prinzen und Ex-Herzog Andrew von York, jetzt schlicht und einfach nur noch Andrew Mountbatton-Windsor, an den blaublütigen Kragen gehen. Was wird denn eigentlich diesem „Ex“, aber noch immer Bruder von King Charles III., genau vorgeworfen, damit er kurzfristig in den Knast kam, sich jedoch längst schon wieder auf seinen freien und adeligen Füßen befinden soll? King Charles III. macht indes gute Mine zum bösen Spiel. Aber hat er nicht schon genug andere Sorgen an seinem königlichen Hals?
Klaus P. Jaworek, per Mail





