Mit dem Rotorblatt einer Windkraftanlage und Schrott aus ausrangierten Solarpanels haben Nichtregierungsorganisationen gegen die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche demonstriert. Die von Campact initiierte Aktion „Schrottplatz der Energiewende“ richtet sich gegen ein geplantes „Netzpaket“ der CDU-Politikerin. 

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Reiche will den Ausbau von Wind- und Solaranlagen besser mit dem hinterherhinkenden Netzausbau synchronisieren und Kosten senken. Die Pläne haben wegen verschiedener geplanter Maßnahmen breite Kritik ausgelöst. 

Aktivisten: „Ausbau der erneuerbaren Energien jäh ausgebremst“

„Die Energiewende gehört nicht auf den Schrottplatz“, kritisierte Campact-Vorstand Christoph Bautz. „Doch mit dem Netzpaket von Katherina Reiche würde der Ausbau der erneuerbaren Energien jäh ausgebremst.“

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Das Rotorblatt fuhr als Sondertransport durch Berlin und wurde wie die Solarpanels vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie abgeladen. Auf dem Rotorblatt prangte die Forderung: „Reiche: Energiewende nicht verschrotten!“ Mehrere Dutzend Menschen nahmen an der Aktion teil. Die Polizei sprach von rund 200 Teilnehmern.

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In dem Gesetzentwurf von Reiche heißt es, der Netzausbau könne nicht mit dem Bau von Anlagen Schritt halten. Deshalb soll in besonders belasteten Gebieten im Falle, dass Wind- und Solaranlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden, keine Entschädigung mehr für neue Anschlüsse gezahlt werden.

dpa