Vor den Olympischen Spielen im Sommer übt Berlin für die Winterspiele. Am Sonntag werden die Eisschnelllaufhalle im Sportforum Berlin sowie das Außengelände zu einer Bühne für den Wintersport. In der Halle sichtet der Berliner Eissport-Verband Talente, außen können sich Besucher auf einer mobilen Skisprungschanze ausprobieren. „Es geht auch darum, das Skispringen und den Wintersport bekannter zu machen“, sagt Günter Grützner, Pressesprecher des Landesski-Verbands Brandenburg.

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Doch ist Berlin überhaupt eine Skisprung-Stadt? Grützner beantwortet das mit einem Ja. Er sagt, im Grunewald habe es bis Anfang der 1930er-Jahre eine Skisprungschanze gegeben. Der Norweger Birger Ruud arbeitete zu der Zeit als Kaufmann in Berlin und trainierte unter anderem auf der Schanze. Er gewann im Jahr 1936 die Goldmedaille. Später, in den 1950er-Jahren, entstand eine Skisprunganlage auf dem Teufelsberg, einige Jahre später eine weitere, über 50 Meter große Schanze. Allerdings gab es die Schanzen nur bis Anfang der 1970er-Jahre. Auch heute hat Berlin Grützner zufolge noch einen Bezug zum Skispringen: Die Nachwuchshoffnung der deutschen Skispringerinnen, Alvine Holz, lebt in Pankow.

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Wie weit kann man auf der mobilen Schanze springen?

Am Sonntag geht es aber nicht nur um Talentsichtung und Skispringen. „Ein Hintergrund der Veranstaltung ist auch die Olympia-Bewerbung von Berlin“, sagt Grützner. Im Sportforum soll es auch um die Olympia-Pläne der Hauptstadt gehen und die Chancen, die Olympischen wie auch die Paralympischen Spiele auszurichten. Hierzu wird der Olympia-Beauftragte des Berliner Senats, Kaweh Niroomand, erwartet. Er soll in einem Interview über Perspektiven und Anforderungen sprechen.

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Doch wie weit springt man auf der mobilen Schanze? Grützner versichert, jeder könne hier springen. „Wenn es hochkommt, sind es drei Meter“, sagt der Sprecher des Landesski-Verbands Brandenburg. Auch erhoffen sie sich dabei, möglicherweise das ein oder andere Talent zu entdecken. Mitbringen müssten Besucher jedenfalls nichts, Skier und Ausrüstung seien vorhanden, so Grützner.

Die Veranstaltung unter dem Namen „Berlin trifft Milano Cortina 2026“ startet am Sonntag, 8. Februar, um 10 Uhr im Sportforum Berlin, Konrad-Wolf-Straße 39. Um 10.30 Uhr ist eine Sichtung von Talenten unter 12 Jahren auf der Eisschnelllaufbahn vorgesehen, allerdings benötigen Besucher ein Online-Ticket. Um 12.40 Uhr spricht der Olympia-Beauftragte, um 16 Uhr steht ein Wettkampf der Männer im Eisschnelllauf an. juwue