Am heutigen Samstag wollen erneut tausende Menschen auf einer Großdemonstration in Berlin für das iranische Volk und gegen das Mullah-Regime demonstrieren. Seit 13 Uhr versammeln sich die Protestierenden der „Free Iran“-Demo unter dem Motto „Gegen Unterdrückung und Diktatur – weder Schah noch Mullahs“ am Brandenburger Tor. Zu der Demonstration ruft unter anderem der Verein Exil-iranische Gesellschaft in Berlin auf. 350 internationale Organisationen und Persönlichkeiten unterstützen demnach die Demonstration. Auch in sozialen Netzwerken verbreitet sich der Aufruf zur Demonstration mit Kommentaren wie: „Nein zum Schah! Nein zu den Mullahs!“

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Der Protest soll die Ablehnung von Diktatur in all ihren Formen zum Ausdruck bringen, heißt es von dem Verein. Gleichzeitig unterstützen sie ein freies Iran. Mit dem Slogan „Kein Krieg mit dem Ausland, keine Beschwichtigung des Umsturzes durch das iranische Volk!“ soll die weltweite Aufmerksamkeit auf den Kampf des iranischen Volkes gegen das Mullah-Regime gelenkt werden.

Als Redner angekündigt sind Charles Michel, ehemaliger Präsident des Europäischen Rates und ehemaliger Premierminister Belgiens, der frühere Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sowie die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

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Berlin: Iran-Demo mit 20.000 Teilnehmern angemeldet

Laut einem Sprecher der Polizei Berlin ist ein Protestzug zwischen 14 und 17 Uhr von einer Privatperson angemeldet worden, der am Platz des 18. März startet und über Ebertstraße, Potsdamer Platz, Leipziger Platz, Leipziger Straße, Wilhelmstraße und über die Hannah-Arendt-Straße zurück zum Platz des 18. März verlaufen soll. Nach Polizeiinformationen sind 20.000 Menschen für die Demonstration angemeldet worden. Mit wie vielen Beamten die Polizei im Einsatz sein wird, ist nicht bekannt. „Wir sind vorbereitet“, heißt es von einem Sprecher.

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Eine weitere Demonstration war am Potsdamer Platz unter dem Titel „Helfen Sie Iran. Mullahs Regierung muss weg“ angemeldet worden, die nach Veranstalterangaben von einer breiten Allianz unabhängiger Bürger und Bürgerinnen getragen wurde. 

Diese Gruppe setzt sich für eine säkulare Demokratie ein und unterstützt Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 gestürzten Schahs, als Repräsentanten für diesen nationalen Übergang. Pahlavi hat die Massenproteste gegen die iranische Führung unterstützt und gilt als bekanntester und einflussreichster iranischer Oppositioneller im Exil. Nach Polizeiangaben beteiligten sich etwa 1.600 Menschen an dem Protestzug zum Alexanderplatz. Es habe keine Störungen gegeben, hieß es von der Polizei.

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Iran-Aufstand 2026: Proteste, Trump-Drohungen und Eskalationsgefahr
Im Krisenmodus
 

Gegen das Regime von Ali Chamenei wird im Iran seit Ende 2025 breit demonstriert. Demonstranten fordern wirtschaftliche Entlastung, Freiheit, Menschenrechte und teilweise den Sturz der Islamischen Republik mit Parolen wie „Tod dem Diktator“ oder „Frau, Leben, Freiheit“. Das Regime reagiert mit extremer Härte und brutaler Gewalt, scharfer Munition, Tränengas und Massenverhaftungen, begleitet von einer Internetsperre.

mit dpa

Hinweis: An dieser Stelle wurde zunächst lediglich von einer Demonstration geschrieben. Die Angaben zur zweiten Demonstration am Potsdamer Platz wurden im Nachhinein ergänzt.