Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden Tage lassen für die Hauptstadtregion wenig Gutes erahnen. Die Rede ist von „örtlich unwetterartigem Glatteis“; bis zum Wochenende ist demnach gefrierender Regen immer wieder möglich, bei Temperaturen, die sich um die null Grad bewegen. Das ruft Erinnerungen an die vergangene Woche hervor, als Eisregen das gesamte Berliner Straßenbahn-Netz lahmlegte und es Tage dauerte, bis sämtliche Oberleitungen wieder frei waren und alle Linien wieder im normalen Takt fahren konnten.

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Davor, dass die Wiederholung einer solchen Situation unbedingt verhindert werden muss, warnte bereits der Berliner Landesverband des BUND. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Senatsverkehrsverwaltung müssten dafür alle nötigen Maßnahmen ergreifen, heißt es. „Insbesondere müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um auch nachts sogenannte Bügelfahrten zum Abkratzen von Eisschichten an der Oberleitung in engerem Takt als im regulären Nachtverkehr durchführen zu können. Dafür müssen Fahrpersonal und geeignete Fahrzeuge zur Verfügung stehen“, fordert der BUND.
EIn BVG-Sprecher betont, man habe die angekündigte Wetterlage eng im Blick und bereits Vorsorgemaßnahmen organisiert. Zusätzliche Fahrzeuge und Fahrerinnen und Fahrer stünden bei der Straßenbahn bereit – wie also vom BUND gefordert – „um ergänzend zum regulären Nachtverkehr, zusätzliche Betriebsfahrten durchzuführen“, so der Sprecher. So wurde es bereits in vergangenen Nächten gehandhabt, um Gleise und Oberleitungen freizuhalten.
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U-Bahn: Bürsten- und Schmierzug soll vereiste Schienen verhindern
Auch bei der U-Bahn gab es in der vergangenen Woche zeitweise Probleme, weil auf den oberirdischen Strecken Stromschienen stark vereisten. Das soll in den kommenden Tagen ebenfalls verhindert werden. „Bei der U-Bahn ist der Bürsten- und Schmierzug im Einsatz“, so der BVG-Sprecher. Zudem sei mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) vereinbart, neuralgische Punkte möglichst frühzeitig abzustreuen.
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Die BVG spricht bei dem Eisregen in der vergangenen Woche von einer „historischen und so noch nie dagewesenen Wetterlage“. Tram-Oberleitungen waren flächendeckend vereist. „Eine ähnliche Situation ist in der Geschichte des Straßenbahnbetriebs Berlins nicht bekannt“, betont der Sprecher. Die BVG hatte bereits erklärt, die Erfahrungen auszuwerten, um sich für ähnliche Szenarien in der Zukunft besser zu wappnen. Darauf drängt auch der BUND, in dem etwa Arbeitsfahrzeuge beschafft werden, die die Vereisung von Oberleitungen durch die Benetzung mit Glycerin hemmen. In anderen Verkehrsbetrieben in Deutschland werden solche bereits genutzt.






