Bis zum Weltfrauentag am 8. März ist es zwar noch etwas hin, aber in Neukölln stehen auch jetzt schon alle Zeichen auf „Female Power“: Unter dem Motto „Unstoppable Girls“ findet dort vom 13. bis 15. Februar ein Empowerment-Wochenende für Mädchen statt.

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Das Wochenende richtet sich an Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren und steht ganz im Zeichen von Stärke, Selbstbewusstsein und Gemeinschaft. „Wir wollen Mädchen ermutigen, ihre eigenen Stärken zu entdecken, ihre Grenzen klar wahrzunehmen und sich in einer unterstützenden Gemeinschaft wohlzufühlen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirksamts.
Organisiert wird das Wochenende von den Neuköllner Mädcheneinrichtungen zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks, Sylvia Edler, und der Bildungsstätte der Sportjugend. Anlass für die Aktion ist der Gedenktag für Hatun Aynur Sürücü. Die junge Berlinerin war am 7. Februar 2005 von ihrem Bruder auf offener Straße erschossen worden. Der Mord zählt zu Deutschlands bekanntesten Femiziden.
Neuköllner Empowerment-Wochenende: Teilnehmerinnen bei Tanz-Demo dabei
Die Teilnehmerinnen des Neuköllner Empowerment-Wochenendes erwartet ein Programm mit Aktivitäten wie Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskursen, Kreativ-Workshops und Hip-Hop-Tanz. Außerdem nehmen sie gemeinsam an der Tanz-Demo „One billion rising“ am Brandenburger Tor teil. Die Demonstrantinnen setzen sich für die Beendigung patriarchaler Gewalt ein.
Das Wochenende findet in der Bildungsstätte der Berliner Sportjugend statt, einem Gästehaus für Schul- und Jugendgruppen, Vereine und Seminargruppen (Hanns-Braun-Straße, Haus 27, 14053 Berlin). Übernachtung und Verpflegung für diese Veranstaltung sind kostenfrei. Los geht es am Freitag, 13. Februar, um 17 Uhr. Das gemeinsame Wochenende endet am Sonntag, 15. Februar, um 15 Uhr. Eine Anmeldung für das Mädchen-Wochenende ist über die Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten möglich.
Unabhängig von dem Empowerment-Wochenende gibt es in Neukölln auch ganzjährig Angebote, die sich nur an Mädchen richten, etwa die Jugendfreizeiteinrichtung „Mädchen*räume“ des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg (HVD), die 2024 ihre Türen in der Köllnischen Heide öffnete. Da die offene Jugendarbeit tendenziell eher Jungs anspreche, gingen die Bedürfnisse der Mädchen in den Einrichtungen mitunter etwas unter, begründete Thomas Fehse, Abteilungsleiter Jugend beim HVD, die Eröffnung gegenüber der Morgenpost.





