Manchmal hat man nicht nur ein Loch im Magen, sondern auch im Portemonnaie. In einer Lidl-Filiale in Pankow unweit einer Oberschule soll sich in den großen Hofpausen regelmäßig das gleiche Bild abzeichnen. Scharenweise rennen die Schülerinnen und Schüler in den Discounter und drängen sich durch die Gänge, besonders beliebt sollen die Backwaren sein. Damit sie schnell genug wieder in die Schule kommen, nutzen die Heranwachsenden die Selbstbedienungskassen. Doch damit soll nun aus diesem Grund Schluss sein.

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Lidl in Pankow: Mitarbeiterin deckt Unregelmäßigkeiten an SB-Kassen auf

Wie eine Angestellte der besagten Filiale der „B.Z.“ mitteilte, seien in letzter Zeit vermehrt Unregelmäßigkeiten an jenen SB-Kassen festgestellt worden. „Wir haben da ja ein Auge drauf. Und wenn nur ein Brötchen eingegeben wird, aber drei, vier in der Papiertüte sind, fällt das auf“, so die Mitarbeiterin.

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Das sei nun vermehrt vorgekommen und das Personal könne nicht jeden Diebstahl merken, berichtete die Frau weiter. Daher habe die Filialleitung beschlossen: SB-Kassenverbot für Schülergruppen! Der Informantin zufolge soll noch mindestens eine andere Berliner Filiale der Supermarktkette so verfahren.

Lidl betont: Kein generelles Verbot für Schüler an Selbstbedienungskassen

Doch damit widersetzen sich die Angestellten wohl den gängigen Vorgaben des Unternehmens. Eine Sprecherin von Lidl Deutschland erklärte gegenüber der „B.Z.“, dass „kein Verbot für Schüler oder andere Kundengruppen bezüglich der Nutzung von Scan&Go-Kassen“, also den Selbstbedienungskassen, existiere. Es würden lediglich gängige Diebstahlschutzmaßnahmen bei Waren wie Kaffee, Fleisch, Fisch oder Süßigkeiten zum Einsatz kommen.

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Bleibt abzuwarten, ob die Filialleitung in Pankow die Maßnahme weiterhin aufrechterhält oder den Schülerinnen und Schülern weiterhin nur auf die Finger schauen darf, weil sie von der Konzernleitung für ihre „kreative Diebstahlsicherung“ etwas auf selbige bekommen hat.