Der folgenschwere Stromausfall im Berliner Südwesten hat einmal mehr den großen Mangel an Notstromaggregaten offengelegt. Deshalb fordert der Energieversorger Stromnetz Berlin nun, einen „entsprechend großen Pool“ an solchen Aggregaten anzulegen, um im Notfall besser vorbereitet zu sein, berichtet der „RBB“.
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Stromnetz-Geschäftsführer Erik Landeck kündigte demnach an, dass sein Unternehmen selbst zusätzliche Anlagen beschaffen werde. Doch das allein sei nicht ausreichend. Er sieht auch Netzbetreiber aus dem Berliner Umland sowie Institutionen in der Pflicht, zudem müssten auch Bezirke mitziehen.
Stromnetz Berlin: „Notstromaggregate machen einen echten Unterschied“
„Wir haben in diesem Fall gelernt, dass die Notstromaggregate, die eingesetzt worden sind, echt einen Unterschied gemacht haben“, sagte Landeck gegenüber dem „RBB“ und verdeutlichte: Allein durch 46 solcher eingesetzten Notstromaggregate seien rund 10.000 Haushalte in Berlin wieder mit Strom versorgt worden.
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Zudem forderte Landeck mehr Investitionen in den Schutz von vulnerabler Infrastruktur. „Das Thema Sicherheit war bisher nicht so sehr in der DNA eines Netzbetreibers“, sagte der Geschäftsführer, der auch ein Update zur aktuellen Stromversorgung im Berliner Südwesten teilte. Diese sei zwar stabil, jedoch sei auf Hochspannungsebene noch immer ein Provisorium eingesetzt. Und das wohl auch noch eine ganze Weile. Die Kabelbrücke werde rund um die Uhr überwacht und mit Zäunen geschützt. Außerdem seien die Umspannwerke unter anderem mit Kameras ausgerüstet.
Nach einem großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten waren Anfang Januar rund 45.000 Haushalte sowie zahlreiche Kliniken und Pflegeheime ohne Strom. Grund war ein Brandanschlag auf der Kabelbrücke am Teltow-Kanal, mutmaßlich begangen von der linksextremistischen „Vulkangruppe“.
rk




