• Heute findet die Techno-Demo „Rave the Planet“ statt
  • Auf der Straße des 17. Juni werden Hunderttausende Teilnehmer erwartet
  • Tickets, Anfahrt, Afterparty: Das müssen Besucherinnen und Besucher wissen

In Berlin findet heute die fünfte Auflage der Techno-Demo „Rave the Planet“ statt. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautet „Imagine Love“. Erwartet werden erneut Hunderttausende Teilnehmer.

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Die Veranstalter hatten wenige Tage nach dem Anschlag auf die CSD-Parade bekräftigt, dass ihre Techno-Demo stattfindet. „Die Sicherheit aller Teilnehmenden hat für uns höchste Priorität. Deshalb arbeiten wir seit vielen Monaten eng mit der Berliner Polizei, den zuständigen Behörden und unseren professionellen Sicherheitspartnern zusammen.“ Zugleich bitten die Veranstalter darum, „Verantwortung füreinander zu übernehmen“. Alle müssten dabei mithelfen, „dass die Parade für alle Menschen ein friedlicher und sicherer Ort bleibt.“

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Erfahren Sie an dieser Stelle alles über die Neuauflage der legendären Berliner Loveparade, ihre Geschichte, Tickets, das Line-up, die Route, die Afterparty, Anreise-Tipps und weitere Empfehlungen – sowie die Gründe für den Neustart als „Rave the Planet“.

Die schönsten Bilder von „Rave The Planet“ 2025

Partystimmung bei "Rave The Planet" – trotz schlechtem Wetter.
Partystimmung bei "Rave The Planet" – trotz schlechtem Wetter.© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Michael Kuenne
Beim „Loveparade“-Nachfolgern feiern wieder Tausende zu lauter Techno-Musik.
Beim „Loveparade“-Nachfolgern feiern wieder Tausende zu lauter Techno-Musik.© AFP | Tobias Schwarz
DJ Dr. Motte eröffnete die Demo-Party mit einer kurzen Rede.
DJ Dr. Motte eröffnete die Demo-Party mit einer kurzen Rede.© AFP | Tobias Schwarz
Die Wagen fahren zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule hin und her.
Die Wagen fahren zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule hin und her.© AFP | Tobias Schwarz
Wer einen Platz auf einem der Floats hat, hat Glück: Dort ist es oft trocken.
Wer einen Platz auf einem der Floats hat, hat Glück: Dort ist es oft trocken.© AFP | Tobias Schwarz
Doch auch auf dem Dach der sogenannten Floats braucht man einen Schirm.
Doch auch auf dem Dach der sogenannten Floats braucht man einen Schirm.© AFP | Tobias Schwarz
Technoparade Rave The Planet
Die Feiernden lassen sich bei „Rave The Planet“ aber nicht vom Regen beeinflussen.© Annette Riedl/dpa | Annette Riedl
12.07.2025,Berlin,Technoparade Rave the Planet, Motto:Our Future Is Now *** 12 07 2025,Berlin,Technoparade Rave the Plan
Partystimmung bei „Rave The Planet“ in Berlin.© imago/Stefan Zeitz | IMAGO/Stefan Zeitz Photography
12.07.2025,Berlin,Technoparade Rave the Planet, Motto:Our Future Is Now *** 12 07 2025,Berlin,Technoparade Rave the Plan
Loveparade-Neuauflage „Rave The Planet“ zieht durch Berlin.© imago/Stefan Zeitz | IMAGO/Stefan Zeitz Photography
12.07.2025,Berlin,Technoparade Rave the Planet, Motto:Our Future Is Now *** 12 07 2025,Berlin,Technoparade Rave the Plan
Auf Schilder zu klettern ist eigentlich ausdrücklich verboten – doch nicht alle halten sich an die Regeln.© imago/Stefan Zeitz | IMAGO/Stefan Zeitz Photography
Viele haben sich für „Rave The Planet“ besondere Outfits ausgesucht.
Viele haben sich für „Rave The Planet“ besondere Outfits ausgesucht.© AFP | Tobias Schwarz
Technoparade Rave The Planet
Küsse gab es bei „Rave The Planet“ reichlich.© Annette Riedl/dpa | Annette Riedl
Technoparade Rave The Planet
Am Nachmittag dann etwas Besserung bei Wetter: Der Regen lässt nach.© Annette Riedl/dpa | Annette Riedl
Das Motto von „Rave The Planet“ 2025: „Our Future is Now".
Das Motto von „Rave The Planet“ 2025: „Our Future is Now".© AFP | Tobias Schwarz
VeranstaltungRave the Planet 2026
Termin15. August
OrtStraße des 17. Juni
Zeit14 bis 22 Uhr

Line-up bei „Rave the Planet“: Bestätigte Acts im Überblick

  • Acid Asia
  • A.D.H.S.
  • Amber Broos
  • Anna Tur
  • Ameme
  • BEC
  • Bloody Mary
  • Dr. Motte
  • Future 666
  • Gary Beck
  • Hannah Laing
  • Juliet Fox
  • Kellerkind
  • Klopfgeister
  • MAUSIO
  • Nakadia
  • Maceo Plex
  • Nicole Moudaber
  • Part-Time-Killer
  • Pan-Pot
  • Robert Owns
  • Saytek
  • Samantha Togni
  • Shay De Castro
  • Simina Grigoriu
  • Teenage Mutants
  • Timo Maas
  • Tekkschuster
  • Tommahawk
  • Westbam

„Rave the Planet“: Tickets für Floats – Warnung vor Betrügern

Die Loveparade-Neuauflage ist wie in den Vorjahren kostenfrei. Tickets müssen nicht gekauft werden. Wer mitfeiern will, kann sich in die Parade einreihen.

Wer hingegen auf den Floats mitfahren möchte, kann Tickets auf der Website der Veranstalter (ravetheplanet.com) erwerben. Dabei werden zum Teil hohe Preise bis zu 150 Euro aufgerufen. In de Vorjahren hatten die Macher vor Ticketbetrügern gewarnt – die Infos dazu lesen Sie hier.

Technoparade „Rave The Planet“ unter dem Motto „Love is stronger“
Hunderttausende werden im August bei der fünften Auflage von „Rave the Planet“ in Berlin erwartet.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Route: Floats pendeln zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule

Die Route von „Rave the Planet“ ist gegenüber den Vorjahren unverändert. Erneut pendeln die Floats auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Der Bereich westlich der Siegessäule wird aufgrund einer Baustelle nicht befahren. Eine Parade durch die City ist nicht vorgesehen. Auch eine zentrale Bühne vor der Siegessäule gibt es nicht.

Bei der Premiere von „Rave the Planet“ im Jahr 2022 waren die Teilnehmer noch durch die westliche Berliner Innenstadt gezogen. Doch schon im darauffolgenden Jahr war dies aufgrund von Sicherheitsbedenken gestoppt worden.

Streckenplan: "Rave the Planet"-Demonstration
Die Route der „Rave the Planet“-Parade.© Berliner Morgenpost Infografik | C. Schlippes

Das müssen Teilnehmer der Open-Air-Party wissen

  • Bei großem Andrang werden die nahen S- und U-Bahnhöfe gesperrt. Dies betrifft vor allem den S-Bahnhof Brandenburger Tor und den U-Bahnhof Bundestag. Der Veranstalter empfiehlt die Anreise über den Bahnhof Zoo, den Hauptbahnhof oder die S-Bahnhöfe Bellevue, Friedrichstraße und Potsdamer Platz
  • Bei Überfüllung kann die Polizei den Zugang zum Veranstaltungsbereich zeitweise einschränken
  • Der Veranstalter weist darauf hin, dass Glasflaschen und scharfe Gegenstände auf der Parade verboten sind. Aus Umweltschutzgründen gelten auch Plastik-Konfetti und Folienballons zu den NoGos. Pyrotechnik oder Drohnen sind ebenfalls untersagt
  • Das Erklettern von Straßenlaternen oder Ampeln ist strikt untersagt, nachdem ein „Rave the Planet“-Teilnehmer im Jahr 2023 von einem Ampelmast gefallen war, sich dabei schwer verletzte und mehrere Wochen im Koma lag
  • Außerdem unerwünscht: das Mitbringen und Präsentieren von Nationalflaggen. Der Veranstalter schreibt dazu: „Für diesen einen Tag möchten wir alles Trennende und alle menschgemachten Grenzen hinter uns lassen. Back to the roots – We Are One Family“
  • In der Vergangenheit gab es auf der Parade vereinzelte Straftaten wie Körperverletzungen, sexuelle Belästigung, Drogendelikten und Sachbeschädigung. Zu nennenswerten Vorfällen kam es aus polizeilicher Sicht aber nicht, der Veranstalter sprach in den Vorjahren von einem „vollen Erfolg“
Technoparade „Rave The Planet“ unter dem Motto „Love is stronger“
Die Party-Demo findet wie jedes Jahr zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule statt.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Afterparty in der Columbiahalle

Wer nach der Parade im Tiergarten noch nicht genug hat, kann auf der offiziellen Afterparty der Veranstalter in der Columbiahalle weiterfeiern. Zum Line-up zählen DJ Rush, Dr. Motte, Nakadia, Tennage Mutants und Tommahawk. Start der Party ist um 23 Uhr. Tickets sind für 49,50 Euro erhältlich.

Technoparade „Rave The Planet“ unter dem Motto „Love is stronger“
Die Techno-Demo „Rave the Planet“ findet in diesem Jahr am 15. August statt.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

„Rave the Planet“ 2026 in Berlin: keine klassische Party

Die Veranstalter betonen: Bei „Rave the Planet“ handelt es sich nicht um eine klassische Party – sondern um eine kulturpolitische Demonstration. Tanz und elektronische Musik sollen als Ausdruck für Frieden, Vielfalt, Solidarität und Gemeinschaft dienen.

Die Parade versteht sich als Nachfolge der legendären Loveparade: Sie will Berliner Club- und Rave-Kultur mit politischem Bewusstsein verbinden und elektronischer Musik im öffentlichen Raum eine Bühne bieten — nicht als Kommerzveranstaltung, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher Haltung.

„Rave The Planet“: Warum der neue Name für die Loveparade?

Die Namensrechte für die Loveparade lagen bei dem Unternehmer Rainer Schaller, der ab 2006 mit seiner Firma Lopavent die Parade ausgerichtet hatte. Schaller war im November 2022 bei einem Flugzeugunglück in Costa Rica ums Leben gekommen.

Der Neustart von Dr. Motte am Ursprungsort Berlin fand 2022 unter dem neuen Namen „Rave The Planet“ statt. Die Veranstalter schrieben damals auf ihrer Website dazu: „Damit greifen wir die Ur-Vision der Loveparade auf, dass irgendwann überall auf dem Planeten Paraden stattfinden und alle Menschen gleichzeitig in Frieden tanzen.

Dr. Motte (Matthias Roeingh).
Dr. Motte (Matthias Roeingh).© Archiv | Reto Klar

Wie ist die Loveparade ursprünglich entstanden? Ursprung & Geschichte

Die Loveparade war 1989 von Dr. Motte (bürgerlich: Matthias Roeingh) in Berlin ins Leben gerufen worden. Damals tanzten 150 Technofans unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ auf dem Kurfürstendamm. Später wurde daraus ein Millionenspektakel. In den Jahren 1989 bis 2006 fand die Parade in Berlin statt und zwischen 2007 und 2010 an wechselnden Orten im Ruhrgebiet.

15 Jahre Loveparade-Katastrophe
Die Gedenkstätte des Loveparade-Unglücks.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Seit dem verheerenden Unglück in Duisburg 2010 gibt es die Loveparade nicht mehr. Als größeres Techno-Fest gab es in Berlin unter anderem den „Zug der Liebe“, die Teilnehmerzahl reichte aber nie an die Loveparade heran. In diesem Jahr wurde der „Zug der Liebe“ aus Sicherheitsbedenken nach dem CSD-Anschlag abgesagt. Hier finden Sie weitere Informationen zur Geschichte der Loveparade.

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#1 Der 24. Juli 2010
Loveparade 2010 – Die Geschichte einer Tragödie
 

Loveparade-Katastrophe in Duisburg: Was genau passierte 2010?

Bei der letzten offiziellen Loveparade 2010 auf dem Gelände des alten Duisburger Güterbahnhofs entstand eine Massenpanik im Tunnel und auf der Rampe zum Festivalgelände. 21 Besucher starben, mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden verletzt. Nach dem Unglück fanden keine weiteren Veranstaltungen unter dem Namen Loveparade statt.

bee