Wie groß ist seine Reue wirklich und kann sich Xavier Naidoo erfolgreich rehabilitieren? Diese beiden Fragen treiben vor allem Kulturjournalisten bundesweit in diesen Tagen um, denn der Pop- und Soulkünstler ist auf großer Comeback-Tour. In Berlin wartet auf Naidoo nun Ungemach.

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Für gleich zwei Konzerte ist der Sänger, der mit Songs wie „Dieser Weg“ einst in den nationalen Pop-Himmel aufstieg, am Dienstag und Mittwoch in Berlin. An beiden Tagen wurden bei der Versammlungsbehörde der Berliner Polizei Demonstrationen unter dem Titel „Keine Bühne für Antisemitismus (Gegen Xavier Naidoos rechte Verschwörungsmythen)“ vor der Uber Arena angemeldet.
Nach Verbreiten von antisemitischen Inhalten: Proteste bei Naidoo-Konzerten in Berlin angekündigt
Hinter Naidoo liegt ein immenser Imageverlust, nachdem er mit Reichsbürgern aufgetreten war, zwischenzeitlich die Corona-Pandemie leugnete und antisemitische Botschaften verbreitete. Wie die „Jüdische Allgemeine“ berichtete, sind beim Landgericht Mannheim noch immer zwei Verfahren anhängig, in denen gegen Naidoo Anklage wegen Volksverhetzung erhoben wurde. Er soll bei Telegram Inhalte mit holocaustleugnendem und antisemitischem Charakter verbreitet haben.
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Im April 2022 folgte dann – zumindest öffentlich – die große Einsicht bei Naidoo. In einem mehr als dreiminütigen Instagram-Video beteuerte er, von Verschwörungstheorien geblendet gewesen zu sein. Er habe sich teilweise „auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich ohne Wenn und Aber distanziere und lossage“, sagte Naidoo damals in seiner Videobotschaft.
Kurz vor Weihnachten eröffnete er seine große Comeback-Tour dann in der vollen Kölner Lanxess-Arena. Unter dem Titel „Bei meiner Seele“ tourt der 54-Jährige seitdem durch Deutschland – und macht nun zwei Stopps in Berlin.
rk





