Der Eröffnungsrundgang auf der Grünen Woche ist Marathon und Sprint zugleich. Dreieinhalb Stunden soll er zum Start der diesjährigen Agrarmesse dauern. Pro Station haben die Teilnehmer nur wenige Minuten Zeit. Hände schütteln, Schlückchen trinken, Häppchen essen, weiterlaufen.

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Los ging es in der Halle Mecklenburg-Vorpommerns, dem Partnerland. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) stellt das Starterfeld vor: Da wäre der Neuling, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), für den es die erste Grüne Woche ist.
Er tritt an mit zwei Rundgangs-Veteranen: Bauernpräsident Joachim Rukwied und dem Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Christian von Boetticher. Außerdem dabei sind Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), EU-Agrarkommissar Christophe Hansen und Messechef Mario Tobias.
Zum Start noch schnell einen Fischhappen von der Seeperle aus Wismar, dann geht es los. Erste Station: Der Stand von Rainers Ministerium. Häppchen? Fehlanzeige! Während Minister und der Regierende Bürgermeister ein Statement abgeben, genehmigen sich der EU-Kommissar und der Bauernpräsident einen Kaffee.
Beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft gibt es Bio-Wurst, aber nur drapiert, zum Angucken. Auch in der Bayernhalle bekommen die Rundgangs-Athleten keine Verpflegung. Und Berlins Verbraucherschutzsenatorin Felor Badenberg überreicht statt einer Stärkung ein Kochbuch.
Auf einmal riecht es nach Tulpen, eine Windmühle ist zu sehen, alles leuchtet orange. Na klar, Holland. Freudig begrüßt Minister Rainer seine niederländische Amtskollegin. Stehen da etwa zwei Gläser Schaumwein? Tatsache. Aber nicht zum Trinken. Stattdessen soll Rainer damit eine neue Tulpensorte taufen: die „Berlin Jubilee“, die die Nachbarn extra für die Grüne Woche gezüchtet haben.
Bauernpräsident Rukwied ist zufrieden mit der Performance des Neulings Rainer. Möglicherweise kann Rainer Kanzler Friedrich Merz (CDU) Tipps geben. Der wird nächste Woche zum Messerundgang erwartet. dpa










