Der Stromausfall im Berliner Südwesten macht auch vor der Prominenz nicht halt. So präsentierte sich die Sängerin Sarah Connor (45) bereits am Wochenende in einem Instagram-Beitrag, der sie mit Stirnlampe in ihrer stockdunklen Villa im Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) zeigt. Die Sängerin ist wie Tausende andere Blackout betroffen – am Dienstagvormittag (6. Januar) waren immer noch rund 25.000 Haushalte ohne Strom. „Ich dachte nicht, dass ich meine Kopflampe aus dem Dschungel so schnell wieder rausholen muss“, kommentierte sie.

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In der Vorweihnachtszeit war Connor mit ihrer Familie in Brasiliens Dschungel am Amazonas gewesen. Sie fände den Stromausfall in Berlin „nicht so lustig“, erklärte die in Delmenhorst geborene Pop- und Soulsängerin ihren Followern. „Es ist kalt – und es ist dunkel. Und wir haben keinen Kamin, wir haben kein Internet und keinen Empfang zu Hause“, so die 45-Jährige in ihrer Instagram-Story.
Wie Zehntausende andere, die voraussichtlich bis Donnerstag, 8. Januar, vom Stromausfall betroffen sein werden, macht sich auch Sarah Connor Gedanken: „Ich frage mich, ob wir in so einer großen Stadt nicht besser drauf vorbereitet sein sollten.“
Aber Berlin hat wohl auch wieder keinen Strom, hab nur sowas bei Sarah Connor in der Story gehört. pic.twitter.com/UZa26FrET3
— Madleen Remde (@honey_girl_1989) 3. Januar 2026
Die Mutter von vier Kindern erntete für ihr Posting allerdings nicht nur Solidarität, sondern auch Kritik. Offenbar wird Sarah Connor von einigen in Verbindung mit den mutmaßlichen Attentätern auf das Stromnetz, der linksradikalen Vulkangruppe, gebracht. „Es waren Ihre Freunde, die dafür gesorgt haben, dass so viele Menschen keinen Strom und keine Heizung haben“, schreibt eine Userin. Sarah Connor bekennt sich klar gegen rechts und „gegen AfD-Idioten“, wie sie schon vor Jahren bei einem Konzert in der Uber Arena sagte. Das scheint ihr nun von rechter Seite Hasskommentare zu bringen. Das Management der Sängerin hat sich auf Anfrage der Morgenpost bislang nicht dazu geäußert.
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In einem zweiten Posting am Sonnabend meldete sich Sarah Connor aus einem Hotel in Berlin. „Für uns ist es kein Problem, wir können ins Hotel gehen. Aber was machen andere Leute?“, fragte sie. Berlin bezeichnete sie als „verwundbares Plätzchen“ und fragte die Politiker offen, was sie zu tun gedenken und ob es vielleicht Notstromaggregate gebe.
Sarah Connor: Mehrfache Hilfe für Geflüchtete
Die Sängerin hat sich wiederholt für andere Menschen eingesetzt: Während der Flüchtlingskrise 2015 nahm Sarah Connor eine geflüchtete Mutter aus Syrien mit fünf Kindern in ihrer Villa im Grunewald auf. Im März 2022 setzte sie ihr Engagement fort und bot einer aus der Ukraine geflüchteten Mutter und ihren Kindern Unterschlupf.
Für die Tierschutzorganisation Peta legte sich die Sängerin Ende 2024 in Berlin in ein Aquarium, um an den Reiseveranstalter Tui zu appellieren, der sich für ethischen Tourismus einsetzen solle. Der Kampf für die Freilassung von Orcas und Delfinen sei seit vielen Jahren ihre Leidenschaft. „Es sind hochemotionale, soziale Tiere, die in der freien Wildbahn ihr ganzes Leben lang mit ihren Familien zusammenbleiben“, sagte sie der Morgenpost. Auch damals fehlte es nicht an Häme im Netz.
Hass und Hetze, vor allem in den sozialen Medien, sind ein wachsendes Problem. Bei den Tiktok-Awards Ende 2025 verzichteten zwei Nominierte auf die Teilnahme an der Preisverleihung. Die Anzahl an Verfahren zu Hass und Hetze im Netz hat sich 2024 in Berlin gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, wobei digitale Gewalt oft ignoriert wird. Eine Trendumkehr sei auch 2025 nicht in Sicht, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage.





