Der Flughafen BER gilt bislang nicht wie die Airports in Frankfurt/Main oder München als Tor zur Welt. Das könnte sich in Zukunft ändern. Wie die „Bild“ und „B.Z.“ berichteten, hätten drei unabhängige Quellen ihnen bestätigt, dass die Fluglinie Emirates Landerechte für den Hauptstadt-Airport bekommen könnte. Das sorgt für Streit unter den Bundesländern.

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Zuletzt hatte die Bundesregierung das Emirates-Vorhaben abgeblockt. Doch nun besteht Handlungsbedarf, denn die deutschen Flughäfen – auch der BER – sackten im europäischen Wettbewerb ab. Gleichzeitig haben die Airlines hohe Standortkosten wegen gestiegener Steuern und Gebühren. Der Emirates-Plan soll für Aufschwung sorgen – möglicherweise am Hauptstadt-Flughafen.
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Flughafen BER: Streit um Emirates-Landerechte unter den Bundesländern
Die Debatte um die Emirates-Landerechte spaltet die Bundesländer. Wie die „Bild“ und „B.Z.“ berichteten, hätten die Regierungschefs der östlichen Bundesländer in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz einen Standortnachteil gegenüber westdeutschen Flughäfen beklagt. Das Argument: Dort gebe es täglich mehr als 170 Langstreckenflüge, im Osten nur fünf. Unterstützung würden die CDU-geführten Bundesländer von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bekommen. Auch die SPD-Regierungschefs von Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen wiederholten in einem Schreiben an das Kanzleramt das Argument.
In Hessen und Bayern sorgt das für Ärger. In einem gemeinsamen Brief an Kanzler Merz hätten Boris Rhein (CDU) und Markus Söder (CSU) gewarnt, dass neue Landerechte die bestehenden Drehkreuze schwäche.
Und es gibt noch ein weiteres Konfliktfeld. Eine Entscheidung für den Flughafen BER ginge wohl zulasten von Stuttgart. Dort soll Emirates vorerst nämlich doch keine Landerechte bekommen. Das gehe aus Dokumenten hervor, die der „Bild“ und „B.Z.“ vorliegen würden, so die Berichte. Daraufhin habe CDU-Verkehrspolitiker Michael Donth an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder geschrieben, Stuttgart sei in der vergangenen Legislatur bei den Emirates-Rechten Vorrang vor Berlin zugesichert worden. Sollte nun die Hauptstadt profitieren, würde das die CDU im Südwesten mitten im Wahlkampf treffen.




