Es gibt ein Happy End für das Traditionslokal „Ergüns Fischbude“: Das Restaurant, das einen Rechtsstreit mit der Deutschen Bahn verloren hat, hat nun nach monatelanger Suche einen neuen Standort gefunden. Es geht von Moabit nach Britz. „Unser neues Zuhause wird in der Rudower Straße sein – und dieser Schritt bedeutet für uns alles“, teilten die Betreiber auf Instagram mit. Weiterhin erklärten sie: „Wir hoffen, schon im Januar wieder für euch zu öffnen – die Neueröffnung machen wir natürlich öffentlich.“

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Am neuen Standort wird es einige Neuerungen geben. „Der größte Unterschied zu unserer alten Location: Dieser Laden ist offiziell als Gastronomie genehmigt.“ Die Gäste erwartet u.a. eine Bar, mehr Sitzplätze, Karaoke und Kegelbahnen. Zusammenfassend: „Ein Ort, an dem ihr essen, lachen, singen, kegeln und einfach Zeit miteinander verbringen könnt.“

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„Ergüns Fischbude“ wurde in Berlin-Moabit zu einer Institution

Angefangen hatte alles vor 30 Jahren. Damals eröffnete Ergün Cetinbaş, 1969 als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, seinen Traum von einem Lokal. Der Laden mit der auffällig blau-gelben Fassade – in bester Lage an der S-Bahn-Strecke zwischen Hauptbahnhof und Bellevue – entwickelte sich zu einer Institution. Nach dem Tod des Vaters übernahm Tochter Mine das Geschäft in der Lüneburger Straße. 

Vor eineinhalb Jahren erklärte die Deutsche Bahn jedoch, dass sie den Mietvertrag nicht verlängern wird. Warum, dazu wollte sich das Unternehmen zuletzt auf Nachfrage der Berliner Morgenpost nicht äußern. Eine Räumungsklage verlor die Familie vor Gericht. „Damit haben wir nicht nur vier Wände verloren, sondern auch Erinnerungen, den Mittelpunkt unserer Familie und das größte Erbe unseres Vaters“, erklärte Mine Cetinbaş. 

Für einen Neuanfang sammelte sie über eine Crowd-Funding-Kampagne Spenden. Laut Cetinbaş würden diese für die erste Miete und Kaution, Küche, Möbel und Ausstattung sowie Transport und Neuanschaffungen gebraucht. Auch, um die ersten Monate zu überstehen, bis das Restaurant wieder laufe.