Nach dem tödlichen Terrorangriff in Sydney mit mindestens 16 Toten hat die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin ihre Solidarität bekundet. „Unsere Gedanken und Gebete gelten den Opfern, den Verletzten sowie ihren Familien und Angehörigen“, teilte die Gemeinde mit. „Dieser feige Akt der Gewalt richtet sich nicht nur gegen die jüdische Gemeinschaft, sondern gegen die grundlegenden Werte von Frieden, Religionsfreiheit und Menschlichkeit.“
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Am Sonntagabend wurde dann das erste Licht des Chanukka-Leuchters am Brandenburger Tor entzündet. An der Feier nahmen mehrere hundert Menschen teil. Darunter waren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender, die die Fackel entzündeten, mit der die Flamme des Lichts entfacht wurde.

„Wir sind alle entsetzt, alle im Schmerz und alle sprachlos über das schlimme Ereignis, das in Sydney, Australien, passiert ist. Die Gemeinde dort wollte nur Licht über Dunkelheit feiern“, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin, Rabbiner Yehuda Teichtal. „Sie wollten ein universelles Zeichen setzen für Miteinander, für positive Zusammenarbeit, und dass alle Menschen, egal ob Juden, Muslime, Christen oder Nicht-Gläubige, unter einem Gott stehen.“
Mit brüchiger Stimme berichtete Teichtal von einem Rabbiner, der bei dem Anschlag ermordet worden sei. Er sei ein „persönlicher Freund“ von ihm gewesen.
Zu der Feier und den Solidaritätsgebeten hatte die jüdische Chabad-Gemeinde aufgerufen. Der israelische Oberrabbiner Kalman Meir Ber sagte, das Attentat in Australien sei gegen alle Menschen gerichtet gewesen, die die Demokratie schätzen. Das achttägige Lichterfest wird in diesem Jahr bis zum 22. Dezember gefeiert. Es erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem vor mehr als 2.000 Jahren nach dessen Zerstörung durch fremde Herrscher.
Polizei schickt mehr Einsatzkräfte zum Brandenburger Tor
„Gerade vor dem Hintergrund dieses erschütternden Ereignisses wird das für heute geplante öffentliche Entzünden der ersten Chanukka-Kerze nicht abgesagt“, teilte die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin weiter mit. Stattdessen solle das Entzünden des Lichts „bewusst als Zeichen der Solidarität, des Zusammenhalts und der Hoffnung“ durchgeführt werden.

Die Polizei teilte mit, dass sie vor dem Hintergrund des Geschehens in Sydney am Abend mit „verstärktem Kräfteeinsatz“ am Brandenburger Tor präsent sein werde.

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Bei dem Angriff in Sydney handelt es sich offiziellen Angaben um einen Terrorakt. Der Anschlag habe sich gegen die jüdische Gemeinde gerichtet, sagte der Regierungschef der Region New South Wales, Chris Minns.
dpa/epd





