Mehrere Millionen Euro muss der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) Claudia Nothelle, die bis 2017 Programmdirektorin war, insgesamt bis ans Lebensende zahlen. Das Urteil des Arbeitsgerichts Berlin ist nun rechtskräftig. Zudem verzichtete der RBB auf eine Berufung. Zuerst hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.

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Das heiß konkret: Der RBB überweist Nothelle bis zu deren Tod 8438 Euro pro Monat. In ihrem Vertrag mit dem RBB hatte Nothelle damals ein lebenslanges Ruhegeld vereinbart. Insgesamt muss der öffentlich-rechtliche Sender - bei durchschnittlicher Lebenserwartung - damit stattliche 4,1 Millionen Euro an Nothelle zahlen. Und zwar aus der Schatulle der Beitragszahler.

RBB muss Ex-Direktorin Nothelle bis ans Lebensende fürstlich entlohnen

Nothelle, die das Ruhegeld seit ihrem offiziellen Vertragsende 2019 bezog, erhielt zudem nach ihrem Abschied eine Abfindung. Nach der Affäre um Patricia Schlesinger 2022 stellte der RBB jedoch alle Ruhegeld-Zahlungen auf den Prüfstand – bei Nothelle ohne Erfolg. So setzte der RBB im Dezember 2023 die Ruhegeld-Zahlungen an sie aus und forderte von der ehemaligen Programmdirektorin Rückzahlungen von rund 400000 Euro. Doch die 61-Jährige klagte dagegen – und bekam im April 2025 recht.

Seit 2017 ist Nothelle Professorin für Fernseh-Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Ihr Gehalt dürfte auch hier im vierstelligen Bereich liegen. Finanziell dürfte die Journalistin aus dem Ruhrgebiet damit wohl für die Zukunft abgesichert sein.

rk