Liebe Leserin, lieber Leser,
Thomas Gottschalk hat zuletzt ordentlich Kritik abbekommen – zu chauvinistisch, zu peinlich, zu „Gottschalk“. Das Urteil fiel schnell, wie so oft ohne zu wissen, was eigentlich hinter den Kulissen los ist. Nun wissen wir: Der Mann kämpft gegen Krebs. Da wirken viele Schlagzeilen im Rückspiegel plötzlich ziemlich daneben. Vielleicht würde es uns allen guttun, manchmal etwas länger hinzusehen, bevor wir urteilen.

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Dass Gottschalk seine Diagnose nicht sofort öffentlich machte, ist übrigens kein Skandal, sondern sein gutes Recht. Es ist eine merkwürdige Erwartungshaltung unserer Zeit, dass Prominente ihre intimsten Diagnosen gefälligst sofort posten sollen – am besten noch mit Hashtag und Awareness-Rahmen. Aber: Niemand ist der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig, wann er über eine Krankheit spricht. Gottschalk hat das Recht, seine Gesundheit genauso zu schützen wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger auch.
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Nun steht am Samstag sein wohl letzter großer TV-Auftritt an. Ein Bühnenabschied von einem Entertainer, der dieses Land jahrzehntelang kollektiv zum Grinsen gebracht hat – manchmal unfreiwillig, oft chaotisch, aber immer mit einem Charme, den andere Moderatoren nie erreichen werden. Wenn jemand einen letzten Applaus verdient hat, dann er. Danke für die schönen Erinnerungen, Thommy. Und gute Besserung!
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Ihr Berlin-Tipp
Wo schmeckt der Kaffee am besten? In welchem Kiezversteck gibt es das beste Feierabendbier? Und wo zeigt sich Berlin von seiner schönsten, schrulligsten oder überraschendsten Seite? Alles wichtige Fragen, die Sie nun beantworten können. Der heutige Tipp kommt von Merlin aus Neukölln:
„Mein Geheimort ist der Böhmische Gottesacker in Rixdorf. Ein kleiner, fast vergessener Friedhof mit einer ganz stillen, besonderen Atmosphäre. Danach lohnt sich ein kurzer Spaziergang durch die verwunschenen Rixdorfer Höfe.“
Und jetzt sind Sie gefragt: Schreiben Sie mir Ihren ganz speziellen Tipp – ob Lieblingsplatz, Geheimadresse oder Alltagsflucht – an spaeti@morgenpost.de. Ihre Einsendungen stelle ich hier im Newsletter vor.
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... der mit der Lichterkette kämpft:
„Ick hoffe, Sie hatten eenen schönen ersten Advent. Wir waren dieset Jahr mit den Vorbereitungen richtich spät dran. Ick bin noch Sonnahmt losjeflitzt und haba Tanne jekooft und die Lichtakette ausm Kella jeholt. Und erst als ick die denn ooch ma endlich entwirrt und anjebracht hatte, hab ick jemerkt, det die jar nich mehr funktioniert. Ick also wieda los und noch holtadiepolta eene neue jekooft. Det is jetz sojar eene mit Fernbedienung. Aba als ick die anjeschaltet hab, fing die an zu blinken, det ick dachte, ick krieg Oojenkrebs. Zum Jlück hab ick noch die richtje Taste jefunden, jetzt leuchtet se wie die alte.“

Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen, Tipps oder Lieblingsorte haben. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Feierabend!
Herzliche Grüße!
Ihr Pascal Biedenweg
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