Am Donnerstagabend verlieh das Magazin GQ im Metropol in Schöneberg die „Men of the Year Awards“. Ausgezeichnet wurden nicht nur Männer, sondern auch Frauen, die mit ihrem Engagement inspirieren und bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die Preise gingen an:
• Rapper Yung Lean („Musician of the Year“)
• Model Indya Moore („Woman of the Year“)
• Schauspieler Jason Isaacs („Icon of the Year“)
• Künstlerin Anne Imhof („Artist of the Year“)
• Schauspieler Joe Alwyn („Actor of the Year“)
• Ex-Fußballer Mats Hummels („Athlete of the Year“)
„Mein Opa ist mein Mann des Jahres“: Gewinner finden Inspiration in eigener Familie
Zu Beginn des Abends ließ der große Auftritt auf dem roten Teppich etwas auf sich warten. Einer der ersten Gäste: Hertha-Ikone Fabian Reese, der im Gespräch mit der Berliner Morgenpost verriet, was einen Mann für ihn besonders attraktiv macht: „Seine Ausstrahlung, sein Charisma und die Art und Weise, wie er mit Menschen umgeht.“ Von gängigen Klischees hält der 27-Jährige Stürmer jedoch wenig – Männer sollten seiner Ansicht nach deutlich öfter Emotionen zeigen. „Schwäche zu zeigen, ist eine Stärke“, betonte er.
Reese zollte an diesem Abend auch seinem persönlichen Mann des Jahres Respekt: seinem Großvater. „Er hat in letzter Zeit einige Schwierigkeiten durchgemacht und sich tapfer daraus gekämpft“, erklärte er. Mit bewegten Worten richtete er sich direkt an ihn: „Herbert, du bist mein Mann des Jahres.“

Auch Rapper Yung Lean, „Musician of the Year“, findet seine Inspiration in der eigenen Familie. „Mein Opa ist mein Mann des Jahres. Er hat stets Hoffnung und Glauben, obwohl es für ihn nicht immer leicht ist. Das respektiere ich sehr.“ Attraktiv sei für ihn ein Mann, „wenn er alles respektieren kann – auch das, was als unmännlich gilt.“ Seine Dankesrede hielt der 29-Jährige kurz und knapp. Mit einem einzigen „Thank you“ war der Schwede genauso schnell wieder von der Bühne, wie er gekommen war.
Laudatio vom eigenen Bruder: Mats Hummels wird „Athlete of the Year“
Indya Moore, die als „Woman of the Year“ geehrt wurde, nutzte den Abend für eine emotionale, aber vor allem politische Botschaft. In der längsten Rede des Abends sprach das Model und Schauspielerin über die Kraft von Liebe und Gemeinschaft. Moore setzte ein Zeichen gegen Krieg und Ausgrenzung und erinnerte daran, wie wichtig Mitgefühl und Menschlichkeit gerade in schwierigen Zeiten seien.

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Auch Jason Isaacs, „Icon of the Year“, wurde auf der Bühne gefeiert. Ob als diabolischer Lucius Malfoy oder in komplexen Dramarollen – Isaacs steht für große schauspielerische Tiefe. Bei der Verleihung sprach er über die Bedeutung seines Berufs und darüber, wie dankbar er sei, seit Jahrzehnten Geschichten erzählen zu dürfen, die Menschen bewegen.

Im sportlichen Teil des Abends sorgte Mats Hummels, „Athlete of the Year“, für Aufmerksamkeit. Auf dem roten Teppich bewegte er sich gemeinsam mit Freundin Nicola Cavanis souverän durch die Menge und hielt Interviews bewusst knapp: „Ich möchte mich nicht dreimal wiederholen“, erklärte der Ex-Nationalspieler. Bei der anschließenden Verleihung zeigte Hummels sich dann jedoch wieder entspannt und humorvoll. Die Laudatio hielt sein Bruder Jonas Hummels, der scherzhaft auf Mats’ angeblichen Schulabgang nach der 10. Klasse anspielte. Mats stellte richtig: „Ich habe 13 Jahre in der Schule verbracht – vielleicht nicht geistig, aber physisch.“
Das waren die besten Looks beim GQ „Men of the Year“ Award 2025
Ex-Freund von Taylor Swift wird „Actor of the Year“
Auch Joe Alwyn, „Actor of the Year“ und Ex-Freund von Popstar Taylor Swift, erschien auf dem roten Teppich. Sich auf einen Mann des Jahres festzulegen, falle ihm schwer, so der Brite – schließlich entschied er sich dann aber für seinen Vater: „Er ist einfach mein Dad – großartig und ein toller Mann.“ Was Männer attraktiv mache, beantwortet Alwyn augenzwinkernd: „Sag Du es mir.“

Schauspielerin Palina Rojinski würdigte ebenfalls eine wichtige Person in ihrem Leben: „Mein Papa ist mein Mann des Jahres. Er ist ein toller Vater und passt auf uns alle auf.“ Auf die Frage, was Männer für sie attraktiv mache, antwortete sie: „Verantwortung übernehmen, Gefühle zeigen – und na klar: Humor.“ Männer müssten nicht ständig stark sein: „Sie sollen zwar Verantwortung tragen können, aber trotzdem emotional sein.“
Tobias Frericks, Head of Editorial Content, GQ Germany, fasst die Verleihung am Ende des Abends treffend zusammen: Events wie der GQ Men of the Year Award seien „Räume, die Vielfalt feiern und den Dialog ermöglichen – nicht indem sie laut sind, sondern indem sie klare Statements setzen.“ Die geehrten Menschen haben vor allem eines gemeinsam: „Sie stehen für ihre Überzeugungen ein, zeigen Stärke und damit wie facettenreich die Möglichkeiten sind, etwas zu bewirken“, so Frericks.























