Liebe Leserin, lieber Leser,

Berlin ist offiziell die Stress-Hauptstadt. 78 Prozent hier fühlen sich regelmäßig gehetzt, erschöpft oder einfach durch. Und ganz ehrlich: Überraschend ist das nicht. Zwischen Dauerbaustellen, Bürokratie, Lärm und dem Gefühl, dass die Welt täglich ein neues Krisen-Kapitel aufklappt, stolpern wir alle irgendwie im Takt mit.

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Ich erlebte meinen ersten Berliner Stressmoment schon am allerersten Tag in dieser Stadt. Zur U2 gesprintet, Tasche zwischen die Türen geklemmt – und zack, der Fahrer stieg aus, kam zu mir, guckte mich an wie ein Provinz-Meteoritenfund und sagte: „Wir sind ja hier nicht aufm Dorf.“ Dann warf er mich raus. Willkommen in Berlin. Rückblickend denke ich: Nichts beschreibt diese Stadt besser.

Und trotzdem: Die meisten von uns wissen ziemlich genau, was unser Stresslevel senkt – Natur, Freunde, ein Hobby, ein bisschen Ruhe im Kopf. Vielleicht sollten wir uns das öfter erlauben. Ein Kaffee in der Sonne, ein Spaziergang ohne Handy, einmal tief durchatmen. Und falls Sie heute zur U-Bahn sprinten: Lassen Sie es! Berlin fährt sowieso ohne uns weiter.

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Ihr Berlin-Tipp

Wo schmeckt der Kaffee am besten? In welchem Kiezversteck gibt es das beste Feierabendbier? Und wo zeigt sich Berlin von seiner schönsten, schrulligsten oder überraschendsten Seite? Alles wichtige Fragen, die Sie nun beantworten können. Der heutige Tipp kommt von Susanne aus Treptow:

„Mein Geheimtipp ist der Plänterwald am alten Spreepark. Ruhig, ein bisschen mystisch – und perfekt für einen kurzen Spaziergang zur Insel der Jugend. Danach gibt es im Zenner Kaffee mit Spreeblick. Einfach schön.“

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Jetzt kommt noch unser Kult-Taxifahrer Kasupke

... der den Adventsputz der Bahn lobt:

„Da jib’s ausnahmsweise ma nüscht zu meckan: die Bahn macht vor Weihnachten noch ma so richtich jründliche sauba und feudelt beim jroßen Adventsputz die Berlina Bahnhöfe durch. Da wern denn ooch Kaujummireste abjekratzt, Schmierereien und alla möglicha Dreck wegjemacht. Det is ooch bitta nötich, leida an vielen Orten inna Stadt und nich nur uff Bahnhöfen. Wenn man sich so manche Ecken jrade rund um Müll- und Altkleidacontaina ankiekt, muss man sich nich wundan, det sich Milljonen Ratten in Berlin wohlfühln.“

Taxi Kasupke
Kasupke sagt, wie es ist. © Shutterstock | Shutterstock / Bearbeitung: BM

Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen, Tipps oder Lieblingsorte haben. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Feierabend.

Herzliche Grüße!

Ihr Pascal Biedenweg

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