Berlin ist besonders, Berlin ist einzigartig. Und hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Es sind mehr Menschen in der Stadt, die Preise sind gestiegen. Zugleich hat Berlin Kreativpotenzial wie kaum eine andere Stadt in Europa. Eine Metropole, im besten Sinn. Menschen aus allen Teilen der Welt leben hier. Für viele ist Berlin Wahlheimat geworden. Und wir? Meckern gern über unsere Stadt.

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In Paris sei das früher auch so gewesen, sagte neulich die dortige Kulturdezernentin Aurélie Filippetti. Das habe sich erst verändert, als man angefangen habe, die Stadt neu zu entwickeln. Das könnte ja auch in Berlin so sein. Was also muss sich eigentlich bei uns ändern?
Am Montag erst stellte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) Pläne vor, die Friedrichstraße umzubauen. Jahre nach dem gescheiterten Projekt, die Straße zu schließen. Ein anderes Beispiel: Die Expo 2035 wird wohl nicht kommen. Es scheitert aber nicht am Geld, sondern am Umsetzungswillen. Und was war eigentlich mit dem ICC? Oder mit der Entwicklung des Tempelhofer Feldes?
Was uns eint, ist die Liebe zu dieser großartigen Stadt. Deshalb veranstalten „Tagesspiegel“, Berliner Morgenpost und Euref-Campus mit Unterstützung von Radioeins am Freitag die Konferenz „Neustart Berlin“. Der Titel ist bewusst provokant, der Ansatz simpel: Im Sommer haben wir einen Aufruf gestartet, Konzepte für unsere wachsende Metropole einzureichen. Wir wollen einen Raum schaffen, gute Ansätze zu diskutieren. Und gleichzeitig fragen, was für deren Umsetzung nötig ist.
70 Einreichungen für „Neustart Berlin“
Wir waren erstaunt: 70 Initiativen und Organisationen haben Konzepte eingereicht, nahezu aus allen Themenbereichen. Sport, Kultur, Bildung, Verkehr, Umwelt, Migration, Stadtentwicklung, Forschung. Es ist alles dabei. Die Einreichungen zeigen nicht nur eine erstaunliche thematische Vielfalt, es ist auch eine bunte Mischung von ganz verschiedenen Teilen der Stadtgesellschaft.
„Neustart Berlin“ live verfolgen
20 Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost sind bei der Konferenz vor Ort dabei. Wenn Sie die Konferenz live verfolgen wollen, von 14 Uhr bis 17 Uhr übertragen wir vom Euref-Campus in Schöneberg live. Drei Konzepte werden jeweils 30 Minuten lang mit unserer Jury diskutiert, fünf weitere Konzepte werden anschließend kurz präsentiert. Verfolgen können Sie alles auf morgenpost.de.
Mit Unterstützung von IHK und Investitionsbank Berlin (IBB), einer Jury aus Redaktionen und Externen haben wir seitenweise Konzepte gewälzt. Acht Konzepte stellen wir nun im Gasometer in Schöneberg vor, und werden in den kommenden Tagen hier Protagonisten und deren Geschichten porträtieren. Noch wichtiger aber ist: Wir wollen die Projekte auch weiterhin begleiten. Denn manchmal scheitert diese Stadt nicht an einem Mangel an Ideen. Sondern an der Fähigkeit, Dinge zu realisieren.





