Nach dem Diebstahl eines Drehkreuzes des künftigen Zauns um den Görlitzer Park will die Berliner Polizei die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Baustelle erhöhen. „Wir befinden uns gerade in der Klärung, wie der zukünftige Schutz des Zauns aussehen kann“, sagte Polizeivizepräsident Marco Langer am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Er gehe davon aus, dass die Maßnahmen dafür sorgen würden, dass solche Diebstähle nach der Fertigstellung der Eingänge nicht mehr möglich sein würden. Auch der Wachschutz sei verstärkt worden.

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Anfang November hätten sich „mehrere Personen mit hoher krimineller Energie“ und Werkzeugen Zutritt zu der Baustelle verschafft, die derzeit von einem Bauzaun mit abschraubbaren Elementen gesichert wird. „Da sich das Drehkreuz noch im Bau befand, waren auch die Sicherheitsmaßnahmen noch nicht vollständig umgesetzt“, ergänzte Umweltstaatssekretär Andreas Kraus (CDU). Das Drehkreuz, das bis zu 220 Kilogramm wiegt, sei zu diesem Zeitpunkt erst wenige Stunden frisch installiert gewesen.

Görlitzer Park: Entwendeter Torzugang muss neu errichtet werden

Derzeit wird der betroffene Torzugang nachgerichtet, das Drehkreuz repariert und kann dann im Anschluss wiederverwendet werden. Fehlende Bauteile, wie die Lager, wurden nachbestellt. Laut Ausschreibung sind 16 Tore aus Stahl geplant, dazu acht große Drehkreuze in „vandalismussicherer Ausführung“. Außerdem sollen 300 Meter Zäune ergänzt werden, um Lücken der schon stehenden Mauern und Zäune zu schließen.

Am 7. November hatten Unbekannte die kurz zuvor montierte Drehtür gestohlen und in den Landwehrkanal geworfen. Eine Woche später nahm die Polizei einen 14-Jährigen bei einem weiteren Versuch fest, der in der Nähe des eingebauten Drehkreuzes mit einer Lampe hantierte. 

Zaunbau um den Görlitzer Park ist höchst umstritten

Nach Polizeiangaben entfernte der Jugendliche ein Zaunteil und hielt sich dann am Drehkreuz auf. Als die Beamten mit Blaulicht und Signalhorn vorfuhren, rannte er weg. Der 14-Jährige konnte aber gestellt werden. In einer seiner Taschen seien Schrauben und Muttern gefunden worden sowie Werkzeug zum Lösen, hieß es. Der Jugendliche gab gegenüber den Beamten an, er sei gegen die Errichtung eines Zaunes rund um den Görlitzer Park. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt in dem Fall.

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Der Görlitzer Park soll nach den Plänen des Senats künftig nachts geschlossen werden, um den ausufernden Drogenhandel und andere Kriminalität auf dem Gelände einzudämmen. Die Polizei verspricht sich davon eine leichtere Verfolgung der Dealer, die den Park als Versteck für Drogen nutzen. Die Maßnahme ist allerdings umstritten: Manche Anwohner, linke Initiativen und die Grünen im Bezirk befürchten, dass die Schließung des Parks die Drogenkriminalität in umliegende Wohnquartiere verdrängt.