Berlins Nahverkehr kann nicht überzeugen. Das geht zumindest aus einer diesjährigen bundesweiten Analyse von Testbericht.de hervor, für die die Ticketpreise von insgesamt 42 Städten, darunter alle Landeshauptstädte und Städte mit über 200.000 Einwohnern, untersucht wurden. Besonders negativ fielen in der Hauptstadt unter anderem die Preise für den Einzelfahrschein und ein Kurzstreckenticket auf.
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Der größte Negativfaktor im großen Vergleich ist das Tagesticket AB. Mit aktuell 10,60 Euro ist Berlin absolutes Schlusslicht, den günstigen Tarif dieser Art bietet Schwerin für 5 Euro, der bundesweite Durchschnitt liegt bei 8,17 Euro. Auch die Kurzstrecke lässt die Bewertung der Hauptstadt nach unten abknicken: Mit 2,60 Euro liegt man genau 54 Cent über dem Durchschnitt (2,06 Euro) und fast einen Euro teurer als die günstigste Version (1,69 Euro in Freiburg). Auch das Kinderticket für 2,40 Euro, das gleichteure Hundeticket sowie das seit 2021 um 32 Prozent teurer gewordene Fahrradticket (2,50 Euro) hatten einen Anteil am 42. Platz für die Bundeshauptstadt.
Positiv ins Gewicht fielen hingegen die Preise für die Monatsfahrkarte, die im Bereich AB für 58 Euro erhältlich ist und das kostenlose Schülerticket. Mit letzterem konnten auch die Städte Hamburg, Rostock und Schwerin punkten. Besonders gut bei den Abos in Berlin: Das Monatsticket lohnt sich aufgrund des hohen Preises für Einzelfahrscheine bereits ab 16 Fahrten. Hier gab es einen siebten Platz im Ranking.
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Die Testsieger im Nahverkehrs-Ranking: Was macht Potsdam besser als Berlin?
Gesamttestsieger wurde Münster (Nordrhein-Westfalen), wo die einfache Fahrt nur 3,60 Euro, die Kurzstrecke 1,88 Euro und die Tageskarte 6,80 Euro kostet. Ebenfalls aufs Siegerpodest hat es Berlins Nachbarstadt Potsdam geschafft. Die brandenburgische Landeshauptstadt überzeugte etwa mit Einzelfahrscheinen ab 2,80 Euro oder einem Monatsticket für lediglich 41 Euro.
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Für die Analyse wurden die Preise im öffentlichen Personennahverkehr, die werktags ab 7.30 Uhr gelten, herangezogen. Dabei wurden die Tarife der gesamten Stadtgebiete verglichen, die am Fahrkartenautomaten erhältlich sind. Nur bei der Kurzstrecke wurden etwaige Online-Buchungsrabatte mitberücksichtigt.

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Was nicht untersucht wurde: Die Qualität und Diversität der Nahverkehrsmöglichkeiten. Gerade hier hat Berlin schließlich einiges zu bieten: Mit einem Einzelfahrschein kann man den Bus, die S-Bahn, die U-Bahn, die Tram, den Regionalexpress und auch Fähren nutzen.






