In Nauen (Landkreis Havelland) sind das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg und die Polizei am Mittwoch mit einem Großaufgebot im Einsatz gewesen. Wie die Zeitung „BZ“ berichtete, fand auf einem Industriegelände an der Graf-Arco-Straße im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) eine Razzia statt. Es gehe um den Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen mehrere Menschen. Sie sollen in großem Umfang synthetische Drogen hergestellt haben.

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Den Angaben des „RBB“ zufolge entdeckten Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes ein Drogenlabor. Zwei Personen seien festgenommen worden. Es seien Rohstoffe sowie fertige Substanzen der Drogen 3-CMC und 4-CMC sichergestellt worden. Sie gehören zu den psychoaktiven Substanzen aus der Gruppe der Amphetamine. „Wir haben außerdem über 200.000 Euro in bar und rund 100 Kilo fertige Drogen sichergestellt“, so ein Sprecher. Neben bereits fertigen Drogen seien bei der Razzia außerdem große Mengen an chemischen Stoffen entdeckt worden, die für die Herstellung benötigt werden.
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„Bei den Chemikalien stehen wir noch ganz am Anfang, das sind so viele“, sagte der Sprecher. „Da werden wir voraussichtlich Tage brauchen, um das alles vernünftig zu untersuchen.“ Weiter sagte er: „Ich bin seit 25 Jahren Ermittler. Das ist das größte Labor, das ich je gesehen habe. Und ich habe viele, viele Jahre als Drogenfahnder gearbeitet.“
Auf die Ermittler wartet noch viel Arbeit
Die Arbeit sei auch unter Gesundheitsschutzgesichtspunkten schwierig. „Im Moment gibt es noch keine Freigabe, dass wir da ohne Gasmaske rein können“, sagte der Sprecher. „Die ganzen Chemikalien müssen analysiert werden, damit wir genau feststellen können, was sie damit machen können.“ Noch sei das nicht eindeutig zu beantworten. Er sei sicher, „es kommen noch andere Drogen dazu.“
An der Razzia unter der Federführung des Zollfahndungsamtes seien zunächst 120 Einsatzkräfte beteiligt gewesen, später rund 150, unter anderem auch von der Bundespolizei sowie der Landespolizei Berlin und der Landespolizei aus Brandenburg. Die Ermittlungen liefen bereits seit Mai, sagte der Sprecher. Zuständig ist die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder).
mit dpa





