Frauen zur Prostitution gezwungen? Hotels in Schöneberg und Charlottenburg durchsucht
Polizisten haben bereits am vergangenen Donnerstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft zwei Hotels in
Schöneberg und
Charlottenburg durchsucht. Wie die Sicherheitsbehörden nun mitteilten, fanden die Maßnahmen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung statt. Tatverdächtig seien zwei Frauen im Alter von 83 und 51 Jahren.
Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten Beweismitteln, darunter Datenträger und Dokumente. Zudem stellten sie Bargeld in vierstelliger Höhe als mutmaßlichen Taterlös sicher. In den Objekten trafen die Einsatzkräfte sieben Frauen im Alter zwischen 28 und 49 Jahren an, die mutmaßlich zur Prostitution gezwungen wurden. Eine 36-Jährige wurde festgenommen, da gegen sie ein offener Haftbefehl wegen einer nicht beglichenen Geldstrafe bestand.
Zu den polizeilichen Maßnahmen wurden auch Mitarbeiter der Bauaufsicht hinzugezogen, die in dem Hotel in Charlottenburg lebensbedrohliche Mängel feststellten und daraufhin die Bereiche der Hotelzimmer sowie die Zu- und Abgänge sperrten und versiegelten. Mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte wurden die im Hotel anwesenden Personen evakuiert.