Dirk Weiermann ist erleichtert. Denn nach drei Tagen hat er nun endlich sein Reisegepäck wieder. Wie Hunderte andere Passagiere, die am vergangenen Dienstagabend (21. Oktober) von Antalya aus am BER ankamen, erhielt Weiermann sein aufgegebenes Gepäck nach der Landung nicht zurück. Stattdessen blieben die Koffer an Bord des Flugzeugs, das kurze Zeit später wieder abhob und den BER mitsamt dem Gepäck wieder verließ.

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„Sie können sich gar nicht vorstellen, was da am Flughafen los war“, berichtet Weiermann im Gespräch mit der Morgenpost. Ein „absolutes Chaos“ sei das gewesen. Am Lost&Found-Schalter des Flughafens habe sich eine lange Schlange aus verzweifelten Reisenden gebildet. Dort seien allerdings nur drei Mitarbeiter vor Ort gewesen, die die Fluggäste darum baten, eine Verlustmeldung über die Website der zuständigen Airline Sunexpress aufzugeben. Wie verschiedene Screenshots der Website, die der Morgenpost vorliegen, zeigen, erhielt Weiermann beim Versuch, eine solche Verlustmeldung aufzugeben, immerzu eine Fehlermeldung.

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BER: „Airline für Beförderung der Passagiere und Verladung des Gepäcks verantwortlich“

Grund für die Panne, die gleich zwei Maschinen betroffen haben soll, seien Personalengpässe bei einem Dienstleister, wie es vom rbb heißt, der zuerst berichtete. Da Weiermann den Verlust seines Gepäcks online nicht mitteilen konnte, machte sich der Berliner am Freitag, drei Tage nach der Panne, kurzerhand auf den Weg zum Flughafen. „Einfach auf Gut Glück, in der Hoffnung, unser Gepäck dort zu finden.“ Seine Frau und er vermissten insgesamt drei Gepäckstücke. Darin befanden sich auch lebensnotwendige Utensilien für Weiermann, der an Diabetes leidet. „Mein Insulin habe ich natürlich im Handgepäck. Aber da passen nicht auch noch die Schläuche, Sensoren und Transmitter rein“, so Weiermann.

Dirk Weiermann Koffer Chaos BER
Dirk Weiermann hat sein Gepäck mittlerweile wieder zurück.© privat | Privat

Am Flughafen angekommen dann die große Überraschung: „Da standen Hunderte Koffer, unsere sind sehr markant, die habe ich sofort erkannt.“ Er sei viel unterwegs, da schwinge immer etwas Angst mit, dass das Gepäck mal nicht ankommt. „Aber das betrifft dann mal ein einzelnes Gepäckstück. Dass aber ein ganzes Flugzeug nicht entladen wird, das habe ich noch nie erlebt“, so Weiermann.

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Der BER verweist auf Morgenpost-Anfrage auf die Airline als Ansprechpartnerin. „Sie ist Vertragspartnerin der Reisenden und, gemeinsam mit ihren Dienstleistern am Flughafen, für die Beförderung der Passagiere und die Verladung des Gepäcks verantwortlich“, so ein Sprecher des Airports.

Dirk Weiermann hat bis heute noch keine offizielle Mitteilung, dass sein Gepäck mittlerweile am BER angekommen ist, erhalten, wie der Berliner gegenüber der Morgenpost berichtet. „Ich will nicht wissen, wie viele Menschen immer noch auf ihre Koffer warten.“ Sunexpress teilte am Wochenende gegenüber der Morgenpost mit: „Der Großteil des Gepäcks konnte bereits erfolgreich zugestellt werden, die Zustellung der verbleibenden Koffer wird mit Nachdruck fortgesetzt.“