Es ist ein Fall, der ganz Deutschland bewegt hat: Im Februar 2019 verschwand Rebecca Reusch aus Berlin spurlos. Bis heute sind sieben Jahre vergangen, doch der Fall konnte nicht gelöst werden. Die Ermittler gehen allerdings davon aus, dass die damals 15-Jährige getötet wurde. Ihr Hauptverdächtiger ist – damals wie heute – Rebeccas Schwager Florian. Die damals 15 Jahre alte Rebecca schlief in der Nacht zum 18. Februar 2019 bei ihrer Schwester und deren Mann in Britz (Neukölln). Von dort aus sollte sie zur Schule gehen.

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Die Leiche könnte R. demnach – zumindest vorübergehend – auf das Grundstück seiner Großeltern im brandenburgischen Tauche gebracht haben. Im Herbst 2025 gab es dort einen großen Polizeieinsatz. Zum Durchbruch hat dieser allerdings bisher nicht geführt.
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Der damals 27 Jahre alte Florian R. war in der Nacht, in der Rebecca verschwand, bei einer Feier und kam erst am frühen Morgen zurück. Rebeccas Schwester Jessica ging früh zur Arbeit. Als die Mutter anrief, um Rebecca zum Schulbesuch zu wecken, ging niemand ans Telefon. Seitdem fehlt von Rebecca jede Spur.
Im Visier der Ermittler ist auch das Familienauto von Jessica und Florian R., ein pinkfarbener Twingo. Am Tag des Verschwindens von Rebecca registrierte ein Kennzeichenerfassungssystem (KESY) der Polizei den Wagen um 10.47 Uhr auf der Autobahn 12 von Berlin nach Frankfurt (Oder) an der Abfahrt Storkow. Am Tag darauf um 22.39 Uhr erfasst das System denselben Wagen erneut. Außer dem Schwager hatte laut den Ermittlern niemand Zugriff auf den Twingo.
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Was Florian R. an diesen beiden Tagen im Osten Brandenburgs gemacht hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. Eine nachvollziehbare Erklärung für die Fahrten lieferte er bisher nicht, was die Beamten stutzig macht. Hat Florian R. Rebeccas Leiche in dem Auto transportiert und dann irgendwo in einem Waldstück oder auf einem Grundstück vergraben? Im Wagen wurden DNA-Spuren von Rebecca gefunden. Einen Tatverdacht gegen ihren Schwager begründet das allerdings nicht, denn das Mädchen saß auch vorher immer wieder bei Fahrten im Twingo.

In einem Interview im März 2019 mit dem Sender RTL raunte Rebeccas Vater mysteriös zu den Autofahrten: „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf.“ Mit Rebecca habe das aber nichts zu tun. Mittlerweile bittet die Polizei um Mithilfe und verteilte rund um Tauche, wo zuletzt nach Spuren gesucht wurde, Flyer mit einem Bild des Autos und der Bitte, sachdienliche Angaben zu machen. Konkret stellt die Polizei folgende Fragen:
- Wer hat am 18. Februar 2019 bzw. kurz danach das abgebildete Fahrzeug gesehen?
- Wer hat Beobachtungen gemacht, die auf ein Verstecken bzw. Vergraben eines Leichnams hindeuten könnten?
Hinweise nimmt die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter der Rufnummer (030) 4664-911333 oder über die Internetwache entgegen.
tok






